Vorerst kein Testbetrieb für „neuen“ Anflug

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Die Städte im Landkreis Offenbach wollen ein Nachtflugverbot.

Offenbach/Langen (clb/ad.) ‐ Es wird vorerst keinen Probebetrieb für das sogenannte segmentierte Anflugverfahren auf den Frankfurter Flughafen geben. Dieses Verfahren ermöglicht den Fliegern den Anflug über Städte wie Heusenstamm, Obertshausen und Rodgau.

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Eigentlich sollte das satellitengesteuerte Verfahren vom 16. Dezember an getestet werden, doch nun ist der Start auf unbestimmte Zeit verschoben, wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen mitteilte. Grund sind Nachbesserungen am Verfahren, mit denen das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) die DFS beauftragt hat.

Davon betroffen sind auch zwei weitere Maßnahmen des Pakets zum Aktiven Schallschutz: die vertikale Optimierung von Abflugverfahren, mit der Flieger schneller Höhe gewinnen, und die Änderung in der Nutzung von Startbahnen und Abflugstrecken. Verschoben heißt nicht aufgehoben, wie die Flugsicherung betonte. „Schnellstmöglich“ soll mit dem Probebetrieb begonnen werden.

Die Forderung nach einem „umfassenden Nachtflugverbot“ mindestens zwischen 23 und 5 Uhr, besser aber zwischen 22 und 6 Uhr hat Heusenstamms Bürgermeister Peter Jakoby gestern gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Neu-Isenburg, Obertshausen, Rodgau, Seligenstadt, Alzenau und Hainburg bekräftigt. Die Verwaltungschefs forderten aber auch einen Verzicht auf die Einführung des neuen Anflugverfahrens. Zumal die von der Expertenkommission des Forums Flughafen versprochene Entlastung für derzeit vom Fluglärm Betroffene etwa in Mühlheim und Offenbach überschätzt, die zusätzliche Belastung anderer Gemeinden aber unterschätzt werde.

Quelle: op-online.de

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