Flughafen-Anwohner klagen über häufige Nachtflüge

Frankfurt - Anwohner des Flughafens haben sich über eine Verletzung des Nachtflugverbots beklagt. Am Sonntagabend sollen noch 21 Flüge nach 23 Uhr gelandet oder gestartet sein.

Das hessische Verkehrsministerium hat Kritik wegen einer Häufung nächtlicher Flüge in Frankfurt zurückgewiesen. Ausnahmegenehmigungen seien keine politische Entscheidung, sondern würden nach einer klaren Verwaltungsrichtlinie erteilt oder verweigert, sagte eine Sprecherin am Mittwoch der dpa in Wiesbaden. Flughafenanwohner hatten darüber geklagt, dass am Sonntagabend nach 23 Uhr noch 21 Flugzeuge gestartet oder gelandet waren.

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Das vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bestätigte Nachtflugverbot beziehe sich nur auf geplante Flüge, sagte die Sprecherin. Die Betriebsbestimmungen für ungeplante Flüge seien dagegen von den Leipziger Richtern wie zuvor vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel anerkannt worden. Danach können Flugzeuge ungeplant verspätet starten oder landen, wenn die Airlines die Verzögerung nicht selbst zu verantworten haben.

Am vergangenen Sonntag habe die Flugsicherung die Startbahn West wegen starken Nordwinds gesperrt. Durch die Beschränkung auf zwei Startbahnen hätten sich geplante Starts bis in den späten Abend verzögert. Zuvor hatte es einen ähnlichen Ausreißer mit 20 Nachtflügen am 29. März gegeben. Dazu zählten allein fünf Ambulanzflüge, für die es ebenfalls Ausnahmegenehmigungen gibt. Das Ministerium gibt im Internet einen Überblick über die einzelnen Ausnahmeflüge.

Quelle: op-online.de

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