Flughafen Frankfurt

Flörsheim will erweitertes Nachtflugverbot

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Frankfurt - Die Stadt Flörsheim hat heute vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof ein erweitertes Nachtflugverbot gefordert. Die Richterin verwies vorerst auf altbekannte Fakten.

Vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel hat die Stadt Flörsheim ein erweitertes Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen zwischen 22 Uhr und 6 Uhr gefordert. Bei der heutigen Verhandlung, dem Tag des Lärms, stritten Vertreter der Stadt mit dem Land Hessen und dem Airport-Betreiber Fraport über die sogenannten Nachtrandstunden vor und nach dem aktuell geltenden Flugverbots von 23 bis 5 Uhr. Der Anwalt Flörsheims sagte, statt eines An- und Abschwellens der Lärmbelastung werde morgens um 5 Uhr eine Spitze erreicht. Das Land Hessen verwies darauf, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts „1:1“ umgesetzt zu haben.

Die Vorsitzende Richterin betonte, es sei bekannt, dass Flörsheim stark belastet sei, aber auch, dass es einen Bedarf für Nachtflüge gebe. Gestern hatte der Senat über sogenannte Wirbelschleppen verhandelt, also unsichtbare Turbulenzen, die jedes Flugzeug in der Luft erzeugt und die mehrmals Schäden an Häusern im Umfeld des Flughafens angerichtet haben. „Ein Nullrisiko wird nicht zu erreichen sein“, stellte die Richterin klar. Mit einem Urteil wird für den morgigen Donnerstag gerechnet. Flörsheim hatte eine Vielzahl von Klagen eingereicht. Einen Großteil hatte der VGH bereits Ende März in einem Teilbeschluss abgewiesen.

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dpa

Quelle: op-online.de

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