Wetterlage quält Städte im Westen

Frankfurt (dpa/mic) - Der Flughafenbetreiber Fraport wehrt sich gegen heftige Fluglärm-Vorwürfe aus der Region. Man wisse sehr wohl, dass gerade in den direkten Anflugzonen der neuen Nordwest-Landebahn die Menschen sehr betroffen seien, erklärte Fraport-Chef Stefan Schulte gestern.

Die konstante Ostwind-Wetterlage der vergangenen Wochen habe aber auch zu untypischen Belastungen vor allem für das westlich gelegene Flörsheim geführt. Aus dieser Richtung landeten in den zwei Wochen bis zum 2. November auf der neuen Bahn ein knappes Drittel aller Flugzeuge. Normalerweise liege der Anteil bei 12 Prozent, was auch langfristig wieder erreicht werde. Umgekehrt hatten die Menschen am anderen Ende der Landebahn also im Raum Offenbach, Mühlheim und Hanau weniger Fluglärm als geplant zu ertragen (17 Prozent der Landungen auf der Nordwest-Bahn und 18 Prozent Landungen über die zwei Parallelbahnen).

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Die Flugsicherung bestätigte gestern, dass mehrheitlich Westanflüge in der Zeit seit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn stattgefunden hätten. Schulte bekannte sich zur Verantwortung zur Reduzierung des Fluglärms. Er verwies auf die Programme zum Schallschutz. Kurzfristig müsse insbesondere im Anflugverfahren Höhe gewonnen werden. Die besonders betroffenen Gebiete sollten zudem schnell von den Mitteln für den passiven Schallschutz profitieren. Die neue Arbeitsgruppe werde die gesamte Luftraumstruktur überprüfen. Schulte erinnerte an die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens für die Region. „Ohne diese Drehscheibe hätte das Powerhouse Rhein-Main keine Chance.“

Quelle: op-online.de

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