Fraport will Hilfe für Hausbesitzer in Einflugschneise erweitern

Frankfurt - Der Flughafenbetreiber Fraport will sein freiwilliges Ankaufprogramm von Häusern in der Einflugschneise des Flughafens deutlich ausweiten. Das berichtet eine Frankfurter Zeitung vor dem geplanten Fluglärmgipfel am Mittwoch.

Demnach soll die Ankaufzone des „Casa"-Programms auf die bisherige Übergangszone ausgeweitet werden. Diesen Hausbesitzern hatte das Unternehmen bisher nur eine Entschädigung für die Lärmbelästigung, nicht aber den Kauf der Immobilien angeboten.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Vertreter der Luftfahrtbranche wollen am Mittwoch ein Bündel von Maßnahmen vorstellen, wie der Lärm am Frankfurter Flughafen reduziert werden kann. Die Runde hatte seit Dezember zweimal getagt.

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Insgesamt soll das Budget für „Casa" den Informationen der „Frankfurter Neuen Presse“ zufolge auf mehr als 100 Millionen Euro verdoppelt werden. Auch die Zahl der Hausbesitzer etwa in Flörsheim und Raunheim, die Fraport für den Wertverlust durch die niedrige Überflughöhe entschädigen wolle, werde sich auf mehr als 1000 verdoppeln. Das 2005 gestartete „Casa"-Programm richtet sich an Immobilienbesitzer, deren Häuser und Wohnungen in einer Höhe von 350 Metern oder weniger überflogen werden.

Fraport äußerte sich nicht zu einer Erweiterung des Programmes. „Wir werden das Ergebnis morgen detailliert vorstellen", sagte ein Sprecher mit Blick auf den Fluglärmgipfel. In der Vergangenheit habe das Unternehmen jedoch bereits angekündigt, über Anpassungen nachzudenken, betonte er.

dpa

Quelle: op-online.de

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