Lärmzunahme befürchtet:

Lärmzunahme befürchtet: Große Flugzeuge dürfen Südroute nehmen

Langen/Main/Frankfurt - Fluglärmgegner in Rheinhessen und südlich des Flughafens befürchten eine stärkere Lärmbelastung als bislang. Denn seit heute dürfen auch große Flugzeuge die Südroute des Frankfurter Flughafens benutzen.

Auf der Südumfliegung des Frankfurter Flughafens über Rheinhessen sind seit heute auch schwere Flugzeuge wie die Boeing 747 oder der Airbus A380 erlaubt. Die Route war seit Oktober 2011 zunächst nur für kleinere und mittelgroße Maschinen freigegeben worden. In einer zweiten Stufe dürfen nun auch drei- und vierstrahlige Flugzeuge nach dem Start auf diese südliche Route. Wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen mitteilte, wurde dafür inzwischen eine neue Navigationsanlage nahe der Autobahn 67 eingerichtet.

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Bei der Südumfliegung werden Flugzeuge auf dem Weg nach Norden und Westen nach dem Start auf eine Südschleife geschickt und halten so Abstand zu Rüsselsheim, Mainz und Wiesbaden. Allerdings wird der Himmel über Rheinhessen voller, etwa über Nierstein, Mainz-Laubenheim und Nieder-Olm.

Im Juli 2012 flogen durchschnittlich 150 Jets am Tag über die südliche Route, wie die „Allgemeine Zeitung" aus Mainz schreibt. Mit der neuen Stufe könnte sich diese Zahl laut DFS - bei gleichen Wetterbedingungen und unveränderten Flotten - auf 180 bis 190 erhöhen. Eine dritte Stufe der Verlagerung von Flügen auf die südliche Route ist für 2016 geplant. Die Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen kritisierte, die Region sei das Bauernopfer beim Ausbau des Flughafens.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Liane Groß/pixelio.de

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