Mehr Lärm durch früheres Einschwenken

Frankfurt - Die Gegner des Flughafenausbaus vermuten weitere Lärmbelastung durch die neue Landebahn im Nordwesten:

Mit der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen werden Maschinen nach Angaben der Flughafenausbaugegner (FAG) bereits in 50 Kilometer Entfernung auf eine relativ niedrige Höhe einschwenken. Im Endanflug seien Flugzeuge dann im osthessischen Gelnhausen oder im rheinhessischen Bad Kreuznach nur noch 1150 Meter über dem Boden, kritisierte FAG-Fraktionschef Rainer Rahn heute in Frankfurt.

Diese Horizontalanflüge bedeuteten eine „erhebliche vermeidbare Lärm- und Luftschadstoffbelastung“. Die neue Nordwest-Landebahn an Deutschlands größtem Flughafen soll im kommenden Herbst eröffnet werden. Die von der Deutschen Flugsicherung (DFS) geänderten An- und Abflugrouten, die vor allem in Rheinland-Pfalz scharfe Proteste ausgelöst haben, werden laut FAG am Donnerstag (10. März) bereits in Kraft treten. Rahn forderte für Frankfurt das Sinkflug-Verfahren, wie es am Flughafen London-Heathrow üblich sei. Die Endanflüge dort seien 25 Kilometer kürzer als in Frankfurt.

Die im Horizontalflug unterhalb von 7000 Fuß (rund 2300 Meter) zurückgelegte Flugstrecke liege in Heathrow im Durchschnitt bei 2,2 Kilometern, in Frankfurt dagegen bei 12,4 Kilometern. Dazu müssten in Frankfurt mehr Fluglotsen eingesetzt werden, verlangte Rahn. Der Flugsicherung gehe es aber in erster Linie um wirtschaftliche Überlegungen und nicht um den Lärmschutz. Die FAG ist im Frankfurter Stadtparlament vertreten.

dpa 

Quelle: op-online.de

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