Lärm am Flughafen

Frankfurter OB wird Hinhaltetaktik vorgeworfen

Wiesbaden/Frankfurt - Der Verkehrsminister Florian Rentsch wirft dem Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann vor, er würde einem  Gespräch über Lärm am Flughafen ausweichen.

Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) wirft dem Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) vor, einem Gespräch über Lärm vom Flughafen auszuweichen. Seit März suche man einem Termin für ein Treffen, nun habe das Büro des OB Ende Juni als frühestens Zeitpunkt angeboten, schrieb Rentsch an Feldmann. Er habe dies "mit Unverständnis wahrgenommen", heißt es in dem Brief, der der dpa vorlag. Feldmanns Sprecher wies die Vorwürfe als „billiges Manöver“ zurück.

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Rentsch schrieb, man wolle im Gespräch „mögliche Beiträge der Stadt Frankfurt zu einem besseren Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Fluglärm“ ausloten. Gemeint ist damit, dass die Stadt zwar Anteilseigner des Flughafenbetreibers Fraport ist. Sie beteiligt sich aber finanziell bislang nicht an der „Allianz gegen Fluglärm“ der Landesregierung. In dem Bündnis bringen Fraport und das Land 235 Millionen Euro für mehr Schallschutz auf.

Die Stadt Frankfurt habe in dieser Frage eine klare Haltung, betonte der Sprecher. Nur die öffentlichen Eigner der Fraport AG leisteten derzeit einen Beitrag zum passiven Schallschutz, damit werde das im Fluglärmgesetz verankerte Verursacherprinzip missachtet. In der Pflicht seien jetzt vor allem die Fluggesellschaften. Außerdem mache sich die Stadt selbst daran, die Lärmbelastung für ihre eigene Bevölkerung zu mildern, etwa mit Schallschutz für Kitas und Schulen.

dpa

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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