Streit um Nachtflugverbot

„Letzter Flug laut Plan um 22.35 Uhr“

Frankfurt (re) - Der Flughafenbetreiber Fraport hat Kritik zurückgewiesen, der Flugplan liege zu nah an der 23-Uhr-Grenze. „Die Kritik, dass die geplanten Abflugzeiten zu nahe am Beginn des Nachtflugverbots ab 23 Uhr liegen, ist nicht nachvollziehbar.“ 

Gemeinsam mit den Airlines habe Fraport im regelmäßigen Flugplan bereits Flüge zeitlich nach vorne gezogen, um genügend Puffer zu haben. „Der letzte geplante Flug ist mittlerweile bereits so koordiniert, dass dieser um 22. 35 Uhr die Parkposition verlassen soll“, sagte der Fraport-Sprecher.

Bei extremen Wetterlagen, wie sie derzeit gehäuft aufträten, könne es jedoch im Tagesverlauf zu Verzögerungen kommen, „die sich nicht immer bis zum Ende der Betriebszeit um 23 Uhr abbauen lassen“. Grund hierfür seien die internationale Vernetzung des Luftverkehrs und die „Komplexität des Flugbetriebs“, bei dem stets die Sicherheit im Vordergrund steht. Im Interesse der Passagiere und der Reputation des Flughafens brauche man für solche Situationen „branchenübliche Regelungen“.

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Zuletzt hatte der Grünen-Landtagsabgeordnete Frank Kaufmann aus Dietzenbach in einem Interview mit der FAZ moniert, dass der letzte planmäßige Flieger um 22.59 Uhr abhebe.

Der Fraport-Sprecher stellte erneut klar, dass das Unternehmen am Flugbetrieb in den sogenannten Randstunden von 22 bis 23 und von 5 bis 6 Uhr nicht rütteln werde: „Wir akzeptieren das nächtliche Verbot geplanter Flüge zwischen 23 und fünf Uhr, das in der jetzt praktizierten Form auf dem Ergebnis der Mediation basiert, können aber keine weiteren Einschränkungen hinnehmen. Die Tages-Randzeiten haben eine immense Bedeutung für den Flughafen Frankfurt.“ re

Quelle: op-online.de

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