Flughafen Frankfurt

Al-Wazir: Fraport soll Bedarf von Terminal 3 prüfen

Wiesbaden - Grünen-Politiker und Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir stellt heute Gutachten zum Terminal 3 vor. Es geht vor allem um das zu erwartende Wachstum des Flugverkehrs.

Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) empfiehlt dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport, den Bedarf für ein geplantes drittes Terminal noch einmal zu überprüfen. Al-Wazir stellte heute im Wiesbadener Landtag die Ergebnisse von drei Gutachten im Auftrag der Regierung vor. Sie sollten feststellen, wie plausibel die Prognosen der Fraport AG zum künftigen Zuwachs an Passagieren und Flugbewegungen sind. Fraport hat Baurecht für ein drittes Abfertigungsgebäude an Deutschlands größtem Flughafen und will im Sommer mit den Arbeiten beginnen.

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Die Fraport-Prognosen seien fachlich korrekt, sagte Al-Wazir. Allerdings wachse der Flugverkehr langsamer als erwartet. Eine Alternative sei, befürchtete Engpässe bei der Abfertigung zunächst durch Erweiterung des Terminals 1 abzuwenden. Die Kosten dafür bezifferte der Minister auf etwa 860 Millionen Euro, während das Terminal 3 mit mehr als zwei Milliarden Euro zu Buche schlagen wird.

Der Flughafenbetreiber Fraport sagte derweil zu, die Gutachten des Landes bei der abschließenden Bewertung zu berücksichtigen. Nach einer ersten Einschätzung der vorgestellten Ergebnisse fühle sich Fraport aber in wesentlichen Punkten beim angenommenen Zuwachs des Passagieraufkommens an Deutschlands größtem Airport bestätigt, teilte der Flughafenbetreiber mit. Die von Fraport in Auftrag gegebenen Gutachten gehen davon aus, dass am Frankfurter Flughafen bis zum Jahr 2021 mit einem Passagieraufkommen von 68 bis 73 Millionen zu rechnen ist. Die aktuelle Auslastungsgrenze der bestehenden Terminals von 64 Millionen Passagieren würde damit bis 2021 deutlich überschritten werden.

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dpa

Quelle: op-online.de

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