„Umstieg auf leise Jets lohnt nicht“

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Frankfurt - Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat die neuen Lärmentgelte für alle Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen unter die Lupe genommen.

Mit den in 16 Stufen gestaffelten Entgelten verfolgt Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) das Ziel, die Fluggesellschaften zum Einsatz leiserer Maschinen zu bewegen. Der VCD hält die Grundidee für richtig, kritisiert die derzeitige Spreizung aber als nicht ausreichend für eine spürbare Fluglärm-Reduzierung. So würden „einige besonders laute Lufthansa-Lieblinge von Fraport geschont“, und der höchste Tarif von 22  680 Euro gelte nur für „museale Flugzeugtypen“, die Frankfurt nicht mehr anfliegen würden.

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Problematisch an den neuen Entgelten ist laut VCD auch, dass die zweitlauteste Entgeltstufe nicht etwa knapp unter der lautesten liege, sondern 20 000 Euro darunter, bei nur noch 2754 Euro. „Statt ein wirkungsvolles Anreizsystem für leise Flieger zu etablieren, werden die riesigen neuen, sehr lauten Flaggschiffe der Lufthansa, Boeing 747-8 und Airbus A380, verschont“, so Geiß. Die herkömmlichen schweren Riesen-Maschinen wie die B747-8 kosteten nur etwa 600 Euro pro Start mehr als der moderne Verbundwerkstoff-Jet Boeing B787, der gezielt für umsteigefreie Langstrecken zwischen weltweiten Zielen konstruiert ist: „Bei solch geringen Differenzen lohnt sich der Umstieg der Fluggesellschaften auf das leisere Modell nicht.“

mic

Quelle: op-online.de

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