Flughafen Kassel-Calden

Linke möchte Roland Koch ein Denkmal setzen

Wiesbaden/Kassel - Die hessische Landesregierung hat viel Geld in den Regional-Flughafen Kassel-Calden gesteckt, doch weder Fluglinien noch Passagiere nehmen den neuen Flughafen an - er ist derzeit nicht in Betrieb. Nun möchte die Linke den Airport nach Roland Koch benennen.

Die Linken im hessischen Landtag wollen Ex-Ministerpräsident Roland Koch (CDU) wegen des stark defizitären Flughafens Kassel-Calden nachträglich ein Denkmal setzen. Zum Beginn der Plenarsitzung heute in Wiesbaden brachte die Oppositionsfraktion einen dringlichen Entschließungsantrag ein, den umstrittenen Regionalairport in "Roland-Koch-Verkehrslandeplatz" umzubenennen. Der ehemalige Regierungschef sei maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Land dauerhaft Millionenbeträge für den Flughafen in Nordhessen aufbringen müsse, erklärte Linken-Fraktionschefin Janine Wissler den Vorstoß.

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Der von Anfang an unsinnige Regionalflughafen sollte zu einem Verkehrslandeplatz zurückgebaut werden. Das Management des Airports hatte vor wenigen Tagen erneut die Fluggastprognose nach unten korrigiert und weitere finanzielle Belastungen in Millionenhöhe angekündigt. An dem Regionalflughafen sind neben dem Land die Stadt und der Landkreis Kassel sowie die Gemeinde Calden beteiligt.

(dpa)

Quelle: op-online.de

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