Flughafen profitiert vom Aufschwung

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Der Flughafen profitiert nicht nur von der anziehenden Nachfrage in Frankfurt, sondern auch von den teils zweistelligen Passagierzuwächsen bei den Töchtern im Ausland.

Frankfurt - Pilotenstreik, Vulkanasche und harter Winter: Das erste Halbjahr schüttelte die Luftfahrtbranche durch. Doch jetzt ist Steigflug angesagt...

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport profitiert von der starken Erholung der Weltwirtschaft und hat seine Prognose für das laufende Jahr angehoben. „Insgesamt werden wir am Ende des Jahres in Frankfurt einen Passagierzuwachs von drei bis vier Prozent verzeichnen können“, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahresbilanz.

Bisher war nur ein halb so hohes Wachstum erwartet worden. Die steigende Nachfrage werde sich auch in der Kasse bemerkbar machen. „Am Jahresende sollten wir ein operatives Ergebnis von 670 bis 680 Millionen Euro erreichen, 35 bis 45 Millionen Euro mehr, als wir bislang erwartet haben“, sagte Schulte.

Gewinn bricht dennoch ein

Der Flughafen profitiert nicht nur von der anziehenden Nachfrage in Frankfurt, sondern auch von den teils zweistelligen Passagierzuwächsen bei den Töchtern im Ausland. Im ersten Halbjahr 2010 konnte der Konzern seinen Umsatz trotz eines eintägigen Pilotenstreiks, des tagelangen Stillstandes wegen der Aschewolke aus Island und des harten Winters um 5,5 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro steigern. Das operative Ergebnis kletterte um 15,8 Prozent auf 304,6 Millionen Euro. Unter dem Strich brach der Gewinn allerdings um 21,9 Prozent auf 52,0 Millionen Euro ein.

Das Unternehmen begründete dies vor allem mit den Zinsbelastungen für den milliardenschweren Ausbau des Flughafens. In gut einem Jahr soll die neue Nordwest-Landebahn eröffnet werden. Auch nach Abschluss des ersten Halbjahres stieg die Zahl der Fluggäste weiter an. Im Juli habe es in Frankfurt im Vergleich zum Juli 2009 ein Passagierplus von fast acht Prozent gegeben, hieß es in der Mitteilung. Damals waren gut 4,9 Millionen Passagiere gezählt worden, rund 3,3 Prozent weniger als im Juli 2008.

Das Frachtaufkommen in Frankfurt wird dem Unternehmen zufolge bis zum Ende des Jahres weiter kräftig ansteigen, voraussichtlich mit zweistelligen Wachstumsraten. Bereits in den ersten sechs Monaten 2010 wurde mit einem Frachtumschlag von 1,1 Millionen Tonnen (plus 30,5 Prozent) ein Rekordwert für ein erstes Halbjahr erreicht.

Die Luftfracht gilt als ein Frühindikator der globalen Konjunktur. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Fraport-Konzern ging binnen eines Jahres um 3,1 Prozent auf rund 19.500 im ersten Halbjahr 2010 zurück. Hauptursachen waren die Fremdvergabe von Sicherheitsleistungen durch das Bundesinnenministerium und Stellenreduzierungen im Ausland.

dpa

Quelle: op-online.de

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