Fluglärm-Proteste gehen weiter

Frankfurt - Die Demonstrationen gegen Fluglärm am Frankfurter Flughafen sollen auch 2012 weitergehen. Das Bündis der Bürgerinitiativen kündigte heute an, dass die Proteste ab kommenden Montag fortgesetzt werden.

In „gewohnter Weise und gleicher Intensität“ sollen die Proteste im Terminal 1 ab Montag, 16. Januar, fortgesetzt werden, ließ das Bündnis der Bürgerinitiativen verlauten. Ziel sei es, „den Lärmterror am Himmel in der gesamten Region zu beenden“.

Die Initiativen fordern ein verlängertes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr, eine Deckelung der Flugbewegungen und die Stilllegung der erst vor wenigen Wochen eröffneten Landebahn Nord-West. Der zur Zeit stattfindende „Lärmterror von über 18 Stunden täglich“ sei nicht mehr hinnehmbar und werde als „Folter und kalte Enteignung des Grundbesitzes“ empfunden, hieß es in der Mitteilung.

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Das aktuelle Nachtflugverbot von 23 bis 5 Uhr ist nur vorläufig bis zur Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig, das im März erstmals verhandeln will. Es widerspricht der Planfeststellung des Landes, das im Schnitt 17 Nachtflüge zulassen wollte. Die Demonstranten verlangen von der Landesregierung die Rücknahme der Revision in dem Rechtsstreit. Vor Weihnachten hatten sich regelmäßig mehrere tausend Demonstranten zu lautstarken Protesten im Terminal 1 versammelt.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) kündigte unterdessen Vermessungsflüge von Donnerstag bis Sonntag an. „In dieser Zeit ist auch in der Nacht mit Lärmbelästigungen zu rechnen“, teilte die DFS in Langen mit. Mit den Flügen soll das Instrumentenlandesystem der neuen Nordwestlandebahn auf seine Genauigkeit hin vermessen werden. Eingesetzt werde dafür eine zweimotorige Propellermaschine vom Typ Beechcraft Super King Air 350. Bei schlechtem Wetter sollen die Flüge um eine Woche verschoben werden. Das Nachtflugverbot gelte für technische Überprüfungsflüge nicht, teilte die DFS mit.

dpa

Quelle: op-online.de

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