Seifenblasen als lärmarme Flugmöglichkeiten

Frankfurt - Die Montagsdemonstrationen am Frankfurter Flughafen gehen weiter - mindestens bis zum Sommer. Mit Beginn der warmen Jahreszeit wird zahlreichen Menschen klar, was die im Oktober eröffnete neue Landebahn für sie bedeutet.

Gegen den wachsenden Fluglärm haben heute wieder zahlreiche Menschen im Abflugterminal 1 des Frankfurter Flughafens protestiert. Die Sprecherin des Bündnisses der Bürgerinitiativen, Ingrid Kopp, schätzte die Zahl der Demonstranten auf 3000, von der Polizei gab es zunächst keine Angaben. Nach Angaben des Ordnungsamts sind bis zum 25. Juni Montagsdemonstrationen im Flughafen angemeldet.

„Der Lärm geht weiter, und so gehen auch unsere Demonstrationen weiter“, sagte Kopp. Nach ihren Angaben ließen bei der Aktion vom Montagabend vor allem Kinder Seifenblasen fliegen. „Das soll symbolisieren, dass es auch lärmarme Flugmöglichkeiten gibt“, sagte sie. Zudem hätten Demonstranten mit gelben Bändern über der Menge eine Art Netz gespannt, das für die Solidarität der Menschen stehe. Zwar hat das Bundesverwaltungsgericht in seiner mündlichen Verhandlung in der vergangenen Woche erkennen lassen, dass es ein Nachtflugverbot geben könnte. Aber das genügt den Demonstranten nicht.

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Mit Beginn der warmen Jahreszeit werde den Leuten klar, was die im Oktober eröffnete neue Landebahn für sie bedeute, sagte Kopp. „Wenn die Leute draußen sitzen, merken sie erst, wie laut es ist.“ Deshalb werde zu den Montags-Demos mehr Zulauf erwartet. Im Prozess um ein dauerhaftes Nachtflugverbot am Flughafen wollen die Leipziger Richter am 4. April das Urteil verkünden. Derzeit gilt ein vorläufiges Nachtflugverbot zwischen 23 Uhr und 5 Uhr, das der Kasseler Verwaltungsgerichtshof (VGH) im Herbst verhängt hatte.

dpa

Quelle: op-online.de

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