Fluglärmkommission beendet Zusammenarbeit mit Ministerium

Groß-Gerau - Der Streit um die neuen Flugrouten eskaliert. Die Fluglärmkommission, die die Landesregierung und die Deutsche Flugsicherung berät, hat dem Wirtschaftsministerium den Stuhl vor die Tür gestellt.

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Der Vorsitzende des Gremiums, der Raunheimer Bürgermeister Thomas Jühe, kündigte am Freitag in Groß-Gerau an, dass die Kommission das Ministerium künftig nicht mehr beraten wird. Mitarbeiter des Ministeriums würden sogar ab sofort von den Sitzungen ausgeschlossen. In der Fluglärmkommission sind unter anderem der Flughafenbetreiber Fraport, die Lufthansa, Gemeinden rund um den Flughafen vertreten - und die hessische Landesregierung. Die Kommission hatte am Mittwoch ihre Vorschläge für neue Flugrouten vorgestellt. Diese werden nötig, wenn die neue Landebahn in Betrieb geht. Jühe beklagte sich danach, das Gremium werde finanziell ausgehungert, politische Beschlüsse zum Nachtflugverbot würden konterkariert. Das Fass zum Überlaufen brachte nun, dass das Ministerium der Kommission Mitte des Jahres einen neuen Geschäftsführer „vor die Nase setzt“, wie Jühe sagte „und zwar ausgerechnet einen, der mit der Flughafenerweiterung befasst war“.

(dpa/lhe)

Quelle: op-online.de

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