Hoffnung für Lärmgeplagte

Fluglärm: Leichte Entlastung

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Hoffnung für Lärmgeplagte: Die DFS will ab heute zwei weitere Maßnahmen gegen Fluglärm umsetzen.

Langen - Die Deutsche Flugsicherung in Langen (DFS) hat angekündigt, ab heute zwei weitere Maßnahmen zum aktiven Schallschutz im Rhein-Main-Gebiet umzusetzen.

Hierbei handelt es sich zum einen darum, die Flugzeuge in verkehrsschwachen Zeiten etwa sechs Kilometer weiter östlich beziehungsweise weiter westlich vom Gegen- in den Endanflug einzufädeln. Dieser Vorgang findet aufgrund der Verschiebung dann in einer größeren Höhe statt. Gleichzeitig wird der Bereich zwischen Offenbach und Hanau von einschwenkenden und damit querenden Maschinen entlastet.

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Über den Gebieten östlich von Hanau finden dagegen mehr Eindrehvorgänge statt, so DFS-Sprecherin Ute Otterbein. Hier liegt die Höhe, in der die Flugzeuge eingefädelt werden, bei 1500 Metern. Für die Maßnahme musste die Reichweite des Leitstrahls des Landesystems von drei auf 4,5 Kilometer verlängert werden.

Kein Einfluss auf Endanflüge und Höhe

Das Verschieben der Eindrehbereiche beeinflusst allerdings nicht den Verlauf des Endanflugs oder die Höhe, in der die anfliegenden Maschinen die unter dem Endanflug liegenden Städte wie Offenbach oder Hanau passieren.

Die Deutsche Flugsicherung setzt damit einen Teil der Maßnahmen um, die sich aus dem Lärmgipfel von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) im Jahre 2012 ergeben. Gleichzeitig kommt die DFS mit dieser Maßnahme einer Empfehlung der Fluglärmkommission nach, den der Main-Kinzig-Kreis eingebracht hatte.

Kurioses zwischen Himmel und Erde

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Eine weitere Änderung ergibt sich für die Abflugrouten Richtung Westen. Hier wird ein Punkt nördlich von Nierstein über dem Rhein festgelegt, bis zu dem die Flugzeuge auf der Abflugroute verweilen und nicht vorher von den Fluglotsen abgedreht werden sollen.

(mic)

Quelle: op-online.de

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