Flutwelle in Wallernhausen

Überschwemmte Keller, tote Tiere, treibende Autos

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Ein Bagger entfernt in Wallernhausen den weggeschwemmten Belag einer Straße in der Dorfmitte. Nach starken Regenfällen war der Niddaer Ortsteil im Wetteraukreis am Vorabend von einer Flut aus Schlamm und Wasser überrascht worden.

Nidda - Tote Tiere auf den Straßen, überschwemmte Keller und fortgespülte Autos: Eine Flutwelle schießt nach einem Unwetter durch den Stadtteil Wallernhausen und reißt alles mit. Verletzt wird niemand, aber der Schaden ist enorm.

Wassermassen strömen durch die engen Straßen, die Menschen stehen bis zu den Knien in den Fluten: Nach starken Regenfällen ist der Niddaer Ortsteil Wallernhausen (Wetteraukreis) von einer Flut aus Schlamm und Wasser überrascht worden. "Nach wolkenbruchartigen Regenfällen auf einen Boden, der keinen Tropfen Wasser mehr aufnehmen konnte, haben sich harmlose Bäche in reißende Ströme verwandelt", sagte Landrat Joachim Arnold. Verletzt wurde niemand. Mit Besen, Eimern und Schrubbern säuberten die Menschen in der 1300-Einwohner-Gemeinde auch heute ihre Straßen vom gröbsten Dreck.

Nach Angaben des Landkreises Wetterau hatte der acht Kilometer lange Rambach, der Wallernhausen durchfließt, eine fast zwei Meter hohe Flutwelle durch den Stadtteil gespült. Der Schaden sei erheblich, hieß es: Autos wurden fortgespült, der Mannschaftswagen der Feuerwehr Wallernhausen wurde von der Masse über einen 1,5 Meter hohen Zaun gehoben, leblose Schweine und tote Fische trieben durch das Dorf. Hunderte Keller liefen voll, in einigen kippten Öltanks um. Der ausgelaufene Ölschlamm musste durch Spezialfirmen entsorgt werden.

Flutwelle richtet großen Schaden an

Flutwelle richtet großen Schaden an

"Es sieht aus wie nach einem Bombenangriff", sagte Niddas Ordnungsamtsleiter Uwe Bonarius laut "Kreis-Anzeiger". Drei Stunden lang habe das Wasser in den zentralen Ortsdurchfahrten etwa zwei Meter hoch gestanden, berichtet die Zeitung weiter. Besonders der Ortskern von Wallernhausen war betroffen, zahlreiche Straßen und Gebäude seien stark beschädigt worden, sagte ein Polizeisprecher. Das Ausmaß der Schäden sei aber noch völlig offen. Der Regen hatte gegen Sonntagnachmittag eingesetzt, erst am späten Abend hatte sich die Lage entspannt. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren nach Polizeiangaben im Dauereinsatz.

Quelle: op-online.de

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