Fördergelder für schnelles Internet

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Breitband-Internet ist in Hessen vor allem in urbanen Regionen verfügbar.

Kassel/Wiesbaden - Mit mehr Fördergeldern will das Land Hessen eine schnellere Versorgung mit Breitband-Internet auf dem Land erreichen. Die bisherigen 750000 Euro würden im nächsten Jahr zunächst einmalig um 700000 Euro aufgestockt, hieß es gestern aus dem Wirtschaftsministerium.

Damit sollten Lösungen gefunden werden, um auch Dörfer an das DSL-Netz anzuschließen. Zudem würden die Förderrichtlinien geändert: Unterstützt werden könnten künftig auch Gebiete am Stadtrand. Die gelten zwar nicht als dörflich, hätten aber bei der Geschwindigkeit des Internets oft die gleichen Probleme.

Das Wirtschaftsministerium erneuerte seine Kritik an der Deutschen Telekom, die zu wenig in das Breitbandnetz außerhalb der Städte investiere. Die Ankündigung des Unternehmens, die Planung „zu überprüfen“, sei eine ungerechtfertigte Reaktion auf von der Telekom nicht gewollte Entscheidungen der Bundesnetzagentur. „Dies ist der durchsichtige Versuch der Telekom AG, die Politik bei einem für die Bevölkerung und die Kommunen hochsensiblen und bedeutsamen Thema unter Druck zu setzen“, hatte Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) gesagt. „Mit einem Investitionsstopp ist dem Standort Deutschland nicht gedient, zumal die Breitbandnutzung im Vergleich zum internationalen Umfeld immer noch verbesserungsfähig ist.“

Die Telekom machte „Regulierungsentscheidungen der Bundesnetzagentur“ dafür verantwortlich, dass in diesem Jahr von ihr nur 200 statt 300 Millionen Euro für Investitionen in das Breitbandnetz zur Verfügung stünden. Dennoch werde der Ausbau fortgesetzt, in diesem Jahr seien Kooperationsverträge mit 21 hessischen Kommunen unterzeichnet worden. „Wir können nicht alleine das Breitbandziel der Bundesregierung erfüllen“, auch die Wettbewerber müssten ran, forderte die Telekom.

Weitere Informationen gibt es auch auf der Breitband-Internetseite

Noch im Sommer solle in Hofbieber bei Fulda ein Modellversuch mit Internet per Funk starten. Zudem will das Ministerium an vier Standorten Beratungsstellen einrichten, in denen sich Bürgermeister über Lösungen für ihre Gemeinde informieren können, hieß es weiter.

dpa

Quelle: op-online.de

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