Formula Student-Saison

Rennwagen in Handarbeit

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Teamarbeit wird hier groß geschrieben, alle packen mit an.

Darmstadt - Erwartungsvolle Spannung liegt in der Luft. Scheinwerfer werden positioniert, eine Leinwand zieht erste Blicke auf sich und ein Rednerpult steht bereit zum großen Auftritt. Viele fleißige Hände sorgen für den letzten Schliff am Bühnenbild. Von Sebastian Kniza

Zwei verhüllte Fahrzeuge befinden sich in Nähe des Pults.

Es handelt sich nicht um eine beliebige Automobilausstellung eines Massenherstellers, der seine Modelle zeigt. Erstmals werden im Foyer der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung auf der Mathildenhöhe, die rasanten Unikate der studentischen Fahrzeugentwickler präsentiert.

In Eigenarbeit haben die Studenten aus verschiedenen Fachrichtungen wie Maschinenbau, Kunststofftechnik, Automobilentwicklung, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurswesen, Gestaltung und BWL zwei Rennwagen gebaut, die es in sich haben.

Leichtbau, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Design

Das Fahrzeug F13 hat einen konventionellen Verbrennungsmotor und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Das elektrische Pendant E13 wird von einem Elektromotor auf Touren gebracht. Der elektrische Rennwagen folgt dem aktuellen Trend der Elektromobilität und Nachhaltigkeit.

Bei beiden Rennwagen wurde Wert auf Leichtbau, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Design gelegt. Aus dem Flugzeugbau haben die Studenten den Werkstoff Poly-Fiber übernommen und so ein optimales Leistungsgewicht erreicht. Außerdem kommt der Wagen sportlich und schick daher. Im Vergleich zur vergangenen Saison konnte das Gewicht gesenkt und die Aerodynamik verbessert werden.

Bis auf die genormten Schrauben sind sämtlich Teile weitgehend in Handarbeit entstanden. Da kann sich manch ein Sportwagenhersteller von den Studierenden eine Scheibe abschneiden, denn Entwicklungsarbeit, Fahrzeugbau sowie Kostenpläne wurden in Eigenregie von dem Studenten-Team gemeistert.

Sportwagen Evolution: Porsche 918 Spyder

Sportwagen Evolution: Porsche 918 Spyder

Dank des großen Engagements der 35 Studierenden und Kontakte zu Partnerfirmen konnten so zwei im Rhein-Main-Gebiet einzigartige Rennwagen gebaut werden, die sowohl auf dem Hockenheimring als auch auf anderen großen Rennstrecken die studentischen Fahrer zu einigen Pokalen und Preisen geführt haben.

Der Teamgeist wird groß geschrieben, auch den anderen studentischen Teams gegenüber. Fairer sportlicher Wettbewerb und Kollegialität lautet hier die Devise. Man hilft sich untereinander weiter, wenn es mal mit der Technik hapern sollte. Betreut und beraten wird das Team von Prof. Dr. Mario Säglitz vom Fachbereich Maschinenbau und Kunststofftechnik der Darmstädter Hochschule.

Die neue Rennsaison beginnt Ende Juli. Das FaSTDa-Team wird mit dem E13 (Elektromotor) bei der Formula Student Germany vom 30. Juli bis 4. August auf dem Hockenheimring teilnehmen. Der F13 (Verbrennermotor) kommt bei der Formula SAE Italy vom 13. bis 16 September zum Einsatz. Beide Wagen gehen bei der Formula Student Austria auf dem Red-Bull-Ring vom 26. bis 29. August an den Start.

Ähnlich wie auf einer Automobilmesse wurden die beiden Boliden auf der Mathildenhöhe feierlich enthüllt und der Öffentlichkeit präsentiert.

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Quelle: op-online.de

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