Forschung aus den USA live ins Klassenzimmer

Offenbach/Dreieich - (jp) Es war im Jahr 1913, als die „Bildstelle für das Film- und Lichtbildwesen“ ins Leben gerufen wurde. Damit ist das Medienzentrum des Kreises und der Stadt Offenbach - unter diesem Namen firmiert es heute - die älteste und zugleich zweitgrößte Bildstelle Hessens.

Das Medienzentrum, das unlängst in das Haus des Lebenslangen Lernens (HLL) nach Dreieich umgezogen ist, versorgt 80 000 Schüler, 4 000 Lehrer sowie Vereine, Kindergärten und Erzieher mit Filmen, Lernsoftware, modernen Laptops, digitalen Videorecordern, oder Audiogeräten. Zusätzlich bietet es Fortbildungen zur Bildbearbeitung oder zum Einsatz von Online-Medien im Unterricht an.

Weitere Infos unter:

http://www.medienzentrum-offenbach.de

http://www.hll-dreieich.de

„Moderne Medien sind für einen modernen Unterricht unerlässlich. Deshalb ist das Medienzentrum so wichtig“, betont Landrat Peter Walter. „Ich würde mir wünschen, dass jeder Lehrer bei seiner Unterrichtsvorbereitung Online-Angebote, Filme und Lernsoftware-Tools nutzt. Durch den Umzug ins HLL rückt dieses Angebot glücklicherweise jetzt noch weiter in den Blickpunkt. Zudem lassen sich hier hervorragend Synergien nutzen.“

Der Zuspruch der Lehrerschaft ist groß. „Wir merken, dass eine neue Lehrer-Generation Einzug in die Klassenräume gehalten hat, ein Laptop schreckt heute niemandden mehr ab“, so der Leiter des Medienzentrums Wolfgang Gompf.

10 000 Medien und 1 000 Geräte wurden im vergangenen Jahr verliehen. Hinzu kommt, dass die Pädagogen aus einem immer größer werdenden Angebot direkt bei den Schulen vor Ort auswählen können, da das Medienzentrum konsequent Lizenzen erwirbt, die das Recht auf unbeschränkte Kopien beinhalten.

Parallel dazu steigen die Nutzerzugriffe vor allem beim Online-Service. Walter: „Über eine eigene Homepage sind bestimmte Angebote direkt über das Internet abrufbar. So lassen sich beispielsweise Aufbau und Durchführung eines aufwendigen Physikversuches an einer amerikanischen Universität direkt ins Klassenzimmer nach Dreieich herunterladen.“

Zwischen 170 und 250 Euro kostet die Lizenz an einer DVD. Im Bestand befinden sich derzeit 23 000 DVD's, Video-Kassetten und Online-Angebote sowie 130 Medien-Geräte. Dauerbrenner sind Klassiker wie „Die Welle“ mit Jürgen Vogel, „Christiane F.“, „Holocaust“ oder „Tiere im Winter“. In den Regalen stößt man aber auch auf Unerwartetes: „Harry Potter“, „Sonnenallee“ oder „Gegen die Wand“ von Fatih Akin.

„Ob Naturwissenschaften oder Deutsch-Unterricht, Grundschule oder Leistungskurs - hier lässt sich jede Schulstunde aktuell und für die Schüler interessant machen“, meint Gompf.

Im Haus des Lebenslangen Lernens sind verschiedene Schul-, Bildungs- und Betreuungsformen in einem Campus vereint. Auf dem Gelände der Max-Eyth-Schule im Stadtteil Sprendlingen lernen Kinder neben Berufsanfängern, Profis, Volkshochschülern, Studenten und Rentnern.

Quelle: op-online.de

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