Forum Flughafen und Region

Frankfurt (mic) - Mit dem „Forum Flughafen und Region“ (FFR) legte die hessische Landesregierung am 13. Juni 2008 die organisatorische Struktur der Nachfolge-Plattform für das „Regionale Dialogforum“ (RDF) fest, das am selben Tag formell seine Arbeit beendete.

Das aus 64 Vertretern aus dem Rhein-Main-Gebiet bestehende Forum soll den Dialog über die Entwicklung des Flughafens und die Zusammenarbeit zwischen Luftfahrtindustrie und Region verbessern und den Interessenausgleich fördern. Die Leitung des Forums haben der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Johann-Dietrich Wörner (DLR), Fraport-Chef Stefan Schulte und der Offenbacher Landrat, Oliver Quilling (CDU). Die Expertengruppe „Aktiver Schallschutz“ (EG ASS), die nun die Ideen zur Lärmminderung erarbeitet hat, ist ein wichtiger Teil des aus Koordinierungsrat (als Leitungs- und Verwaltungsteil), dem Konvent (als Dialogplattform), dem Umwelthaus samt Bürgerbüro (als Informationsabteilung) bestehenden Forums.

Als Experten bei der AG ASS arbeiten Vertreter aus Luftverkehrswirtschaft und Kommunen, Angehörige der Fluglärmkommission, Wissenschafter sowie Delegierte der Behörden mit. Diese Art der Kooperation für mehr aktiven Schallschutz wird in Deutschland sonst nirgendwo praktiziert. Vorsitzender der Arbeitsgruppe ist Peter Gebauer von der Deutsche Flugsicherung (DFS). Co-Vorsitzender ist Manfred Ockel (SPD), Bürgermeister der Stadt Kelsterbach. Grundlage der Arbeit der EG ASS ist eine von Fraport, Lufthansa, dem Land Hessen, der Deutschen Flugsicherung, des Fluggesellschaftsverbandes Barig und dem Regionalen Dialogforum unterzeichnete Erklärung.

Die Kernaussagen:

  • Der mit der Diskussion zum Anti-Lärm-Pakt eingeschlagene Weg wird fortgesetzt.
  • Aktiver Schallschutz (also Lärmverminderung an der Quelle) genießt hohe Priorität.
  • Erste Maßnahmen sind vor Inbetriebnahme der Landebahn Nordwest umzusetzen.
  • Eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen Luftverkehrswirtschaft, Kommunen, Sachverständigen und Politik wird angestrebt,
  • Jährliche Überprüfung und Fortentwicklung der Ergebnisse.

Oberstes Ziel der Experten ist die Entlastung von „hoch betroffenen“ Flughafenanwohnern beziehungsweise dicht besiedelten Gebieten. Da einzelne Maßnahmen zu lokalen Mehrbelastungen führen können soll ein Ausgleich durch andere Maßnahmen angestrebt werden. Das Expertengremium soll Maßnahmen aktiven Schallschutzes auf Anwendbarkeit überprüfen, Lärmentlastung feststellen und ein Gesamtpaket schnüren.

Bedingung für Lärmreduzierung ist, dass Sicherheit und Kapazitätsanforderungen des Flughafens gewahrt bleiben und dass die Vorschläge „realisierbar“ sind. Außerdem müssen die Vorschriften der Internationalen Zivil-Luftfahrtorganisation ICAO beachtet werden. Gegebenenfalls sind Ausnahmegenehmigungen zu beantragen. Beteiligt werden müssen bei allen Maßnahmen die Fluglärmkommission, das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung, das Umweltbundesamt und das Bundesjustizministerium.

Quelle: op-online.de

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