Neuer Präsident der FH Frankfurt eingeführt

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Frank Dievernich (links) neuer Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences, und Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Frankfurt -  Als der „Triumphmarsch“ aus Verdis Oper „Aida“ verklungen ist, muss Frank Dievernich schmunzeln: „Wir wollen mal sehen, was in sechs Jahren gespielt wird“, sagt der frischgebackene Präsident der University of Applied Sciences, vormals Fachhochschule. Von Christian Riethmüller

Ans Ende von Dievernichs Amtszeit im Jahr 2020 denkt am Donnerstagvormittag aber niemand unter den vielen Gästen aus Wissenschaft und Politik, wird doch der 45-Jährige vom hessischen Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) erst einmal offiziell in sein Amt eingeführt, das er seit 1. Oktober vergangenen Jahres bekleidet. Zwar nicht im Triumph, aber doch überraschend hatte der seinerzeit an der Hochschule Luzern als Professor für Organisation, Führung und Personal lehrende Dievernich am 2. Juli 2014 die Wahl gegen den amtierenden Hochschulpräsidenten Detlev Buchholz gewonnen. .

Rhein nutzt die Amtseinführung des gebürtigen Frankfurters Dievernich („ein Bockenheimer Bub’“) daher auch für viele lobende Worte für dessen Amtsvorgänger. Buchholz habe mit seinem vielfältigen Engagement „diese Hochschule ganz nachhaltig gestaltet“ und nicht zuletzt mit ihrer Umbenennung auf künftige Herausforderungen in einem internationalen Umfeld vorbereitet. Im Hinblick auf die derzeitigen Verhandlungen des Landes mit seinen Universitäten und Fachhochschulen über den Hochschulpakt 2020 - 2025 kündigt Rhein einen Sondertopf Forschung an, der ausschließlich Fachhochschulen zustehen soll. Für deren besonders forschungsstarke Bereiche solle außerdem das Promotionsrecht eingeführt werden, sagt Rhein.

Auch Frank Dievernich nutzt seine Antrittsrede für einen perspektivischen Ausblick. Die Frankfurter Hochschule solle von Wirtschaft, Institutionen und Verbänden in der Region als „Kompetenzzentrum für praxisnahe, anwendungsorientierte Forschung“ erlebt, als „verlängerte Innovations-Werkbank“ betrachtet und als Institution des „Lebenslangen Lernens“ wahrgenommen werden - „für Menschen in den unterschiedlichsten Phasen ihres beruflichen Lebens“, sagte der neue Präsident, der zudem seine Hochschule als einen bedeutenden Motor für Integration in der Region ansieht. Ein Banner an einem der Hochschulgebäude unterstreicht diesen Befund: „12 471 Studierende, 108 Nationen, Vielfalt stärken“ steht da geschrieben.

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Quelle: op-online.de

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