Stelldichein der Kreativen

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ACD Festival/Frankfurt

Frankfurt - Die gemeinhin als Bankenmetropole bezeichnete Stadt ist auch ein wichtiger Standort der Kreativwirtschaft. Von Christian Riethmüller

Das weiß nur nicht jeder, obwohl nach Angaben des Hessischen Wirtschaftsministeriums in Hessen - vor allem in der Rhein-Main-Region - etwa 110 000 Menschen in dieser Branche tätig sind und einen Jahresumsatz von 13,2 Milliarden Euro erwirtschaften. Um Frankfurts und der Region Ruf als Kreativstandort zu stärken, ist es daher von einiger Bedeutung, dass nun der Art Directors Club Deutschland (ADC) zum dritten Mal in Folge sein ADC Festival in der Messe Frankfurt veranstaltet. Das größte Treffen der Kreativbranche im deutschsprachigen Raum, das diesmal vom 9. bis 13. Mai abgehalten wird, soll erneut rund 10 000 Besucher anlocken.

Wie der ADC nun mitteilte, steht das Festival, das zugleich Leistungsschau, Kongress, Nachwuchsveranstaltung und weltweit größte Ausstellung für kreative Auftragsarbeit ist, diesmal unter dem übergreifenden Motto „Ideen sind das Geld von morgen. Kreative als Vorboten einer neuen Ökonomie“. Die Frage, wie eine Wirtschaft der Zukunft von kreativen Ideen profitieren könne, solle sich als roter Faden durchs Festival-Programm ziehen, das sich nicht nur an die Kreativbranche selbst, sondern auch an andere Wirtschaftszweige richtet.

Die Gegenwart ist entscheidend

Weniger um die Zukunft als vielmehr ums hier und jetzt wird es beim 48. ADC Wettbewerb gehen, schließlich wollen die Wettbewerbsteilnehmer ja wissen, ob ihre Arbeiten aus Design, Kommunikation, Medien, Film, Fotografie und Illustration vor der gestrengen Jury bestehen und einen der ADC-Nägel in Bronze, Silber oder Gold gewinnen können. Über 8000 Wettbewerbsbeiträge sind eingereicht worden, die von 26 Jurys mit 338 ADC-Mitgliedern begutachtet werden. Festliche Preisverleihung ist am Samstag, 12. Mai, in der Halle 5.0 der Messe Frankfurt. Bereits am Abend vorher werden im Hafen 2 in Offenbach die besten Arbeiten des ADC Nachwuchswettbewerbs ausgezeichnet.

Unterstützt wird die Ausrichtung des Festivals vom Land Hessen, das über zwei Ministerien insgesamt 300 000 Euro zuschießt, die Stadt Frankfurt, die nach Angaben von Stadtrat Markus Frank (CDU) einen „mittleren sechsstelligen Betrag“ gibt und verschiedene Sponsoren.

Quelle: op-online.de

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