Mehr als 1000 Polizisten im Einsatz

Bilanz des Vormittags: Erste Prügeleien und faule Eier

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In Frankfurt kam es am Vormittag zu ersten Rangeleien zwischen Polizei und Demonstranten.

Frankfurt - In Frankfurt herrscht Ausnahmezustand: Das rechte Bündnis „Widerstands Ost/West“ will am Roßmarkt aufmarschieren, tausende Gegendemonstranten werden erwartet. Erste Prügeleien gab es schon.

Mehr als 1000 Menschen haben heute Vormittag in Frankfurt gegen eine Versammlung von Islamgegnern und Nationalisten protestiert. Sie blockierten an zwei Stellen eine zentrale Straße im Stadtzentrum und damit die Strecke für eine angemeldete Demonstration der Initiative "Widerstand Ost/West". Als mehrere Antifa-Gruppen in Richtung des Versammlungsortes der Initiative "Widerstand Ost/West" zogen, gab es Rangeleien mit Polizisten. Eier wurden geworfen. Die Ordnungshüter versuchten, ein Transparent herunterzureißen. Zwei Stunden vor Beginn der Versammlung am Roßmarkt dieses neuen Ablegers der anti-islamischen Pegida-Bewegung waren erst wenige Teilnehmer dazu erschienen. Die Polizei hat den Roßmarkt weiträumig abgesperrt. Es ist kein Durchkommen, auch sämtliche Zufahrtsstraßen sind dicht.

Mehr als 1000 Polizisten aus mehreren Bundesländern sind derzeit in Frankfurts Innenstadt im Einsatz, um rechtsgerichtete Versammlungsteilnehmer und Gegendemonstranten voneinander zu trennen. Auch Wasserwerfer stehen schon bereit, ein Hubschrauber kreist über der Stadt. Im Verlauf des Vormittags kam es zu ersten Auseinandersetzungen: Bei einer Konfrontation am Willy-Brandt-Platz gerieten etwa zehn Mitglieder des rechten "Widerstand Ost/West"-Bündnisses mit Gegendemonstranten aneinander. Es kam zu einer Prügelei, die Polizei konnte die Streithähne aber relativ schnell voneinander trennen. Auch berichtet die Polizei von vereinzelten Angriffen auf Beamten aus Reihen der rechten Demonstranten.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel hatte gestern in zweiter Instanz einen Vorstoß der Stadt Frankfurt abgewiesen, die Demonstration des "Widerstands Ost/West" an den östlichen Stadtrand zu verlegen.

dpa/dani

Quelle: op-online.de

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