Ausschreibung der Buslinien künftig eingeschränkt

Rettungsmaßnahme für Stadt-Tochter

Frankfurt - Bei der Ausschreibung von Buslinien hat Frankfurt den Rückwärtsgang eingelegt.

: Nachdem die Stadt-Tochter ICB vor einiger Zeit die Vergabe des Busbetriebs im Westen der Stadt gegen eine Tochter der Bahn-AG verloren hat, beschloss der Magistrat jetzt, dass das „Bündel D“ mit Linien im Frankfurter Osten und diversen Nachtbus-Fahrten künftig direkt an die ICB geht.

Dies kann als Rettungsversuch für die ICB angesehen werden, denn nach dem Verlust der West-Linien waren 140 Arbeitsplätze gefährdet, auch drohte der Betrieb der Omnibuswerkstatt angesichts des Verlusts von Aufträgen unrentabel zu werden. Die Direktvergabe ist für die kommenden zehn Jahre vorgesehen. Insgesamt gibt es sieben Bereiche oder „Bündel“ für den Busbetrieb, die eigentlich allesamt ausgeschrieben werden sollten. Jetzt verbleibt eines bei der ICB. Von seiten der Stadt wird dies als Maßnahme gegen eine drohende Monopolisierung des Busbetriebs bezeichnet. In jüngster Zeit hatten sich nur noch wenige Bewerber an den Ausschreibungen beteiligt. Dabei hatte es sich ausschließlich um Töchter von Staatskonzernen gehandelt. Auch sei es wichtig, dass die Stadt Kompetenz behalte, den Busverkehr in eigener Regie zu betreiben.

Eine Reisebus mit vergoldeter Toilette

Bling-Bling! Reisebus mit vergoldeter Toilette

mic

Quelle: op-online.de

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