Auf dem Areal zwischen Dom und Römer entstehen die ersten Häuser

Die Altstadt wächst nach oben

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Das neue Stadthaus auf dem DomRömer-Areal wird bereits mit Schieferplatten eingedeckt.

Frankfurt - Es ist eine von derzeit 4000 Baustellen in Frankfurt, doch eine ganz besondere - das Areal zwischen Dom und Römer, auf dem die Frankfurter Altstadt wiederaufgebaut wird. Von Christian Riethmüller 

Bis zur geplanten Fertigstellung sind es zwar noch über zwei Jahre hin, doch lässt sich mittlerweile schon erahnen, wie es einmal in dem Gassengeflecht zwischen Schirn Kunsthalle und Braubachstraße aussehen könnte. „Das Wesen der Altstadt wieder erfahrbar machen“, benennt Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) bei einem Baustellenrundgang am Dienstag das Ziel dieses nicht unumstrittenen, knapp 170 Millionen Euro teuren Projekts, das mit 35 Rekonstruktionen und historisierenden Neubauten an die im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörte Frankfurter Altstadt erinnern will.

In der einstigen Altstadt war es wohl vor allem eng und zumindest kuschelig wird es auch in der neuen Altstadt zugehen. Längs der künftigen Neugasse etwa stehen sich die Gebäude keine drei Meter voneinander entfernt gegenüber. Trotz der dichten Bebauung bietet das Projekt mit dem Hühnermarkt auch einen zentralen Platz, dessen künftige Dimensionen nun ebenfalls erkennbar werden. „Für drei Straßencafés ist da schon Platz“, sagt Matthias Leißner, Projektleiter der städtischen DomRömer GmbH, die das Altstadtprojekt verwirklicht. Über die gastronomischen Angebote, die es künftig in der Altstadt geben soll, wird nach Angaben der DomRömer GmbH wohl im Mai oder Juni entschieden.

Über die Freigabe wird noch entschieden

Ob die verschiedenen Gebäude, bei denen bei einigen schon das Fachwerk gesteckt wird, bereits jeweils nach Fertigstellung freigegeben werden können, steht derzeit noch nicht fest. Möglicherweise wird das ganze Gebäudeensemble zwischen Dom und Römer auch erst 2017 „en bloc“ von der Feuerwehr abgenommen.

Das Stadthaus wird da wohl schon weidlich als Veranstaltungsort genutzt werden. Das nominell zwar nicht zur Altstadt gehörende, aber auf dem Gelände errichtete Gebäude wird derzeit schon eingedeckt, gedämmt und mit Sandsteinplatten verkleidet. Bis zum Juli dieses Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Ob das Stadthaus dann auch als Museum genutzt wird, steht noch nicht fest. Entsprechende Vorschläge gibt es.

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Quelle: op-online.de

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