Timon Gremmels erwartet Distanzierung von Volker Bouffier

Steinbach-Tweet zu Schmidts Tod sorgt für Empörung

Frankfurt/Wiesbaden - Mit einem Tweet zum Tod von Helmut Schmidt hat die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach für Empörung gesorgt.

Unter den Text „Altkanzler Helmut Schmidt ist tot. Wir haben in unserer Fraktionssitzung seiner in Respekt gedacht“, hatte Erika Steinbach gestern auf dem Kurznachrichtendienst Twitter ein Schmidt-Zitat von 1981 angehängt: „Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag.“ Der stellvertretende Vorsitzende der hessischen SPD-Landtagsfraktion, Timon Gremmels, erklärte am Mittwoch, er erwarte, dass sich Ministerpräsident Volker Bouffier von seiner Parteifreundin Steinbach wegen „ihres pietätslosen Tweets“ distanziere.

Der umstrittene Tweet von Erika Steinbach

Der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel hatte Steinbach bereits am Dienstag einen Missbrauch von Schmidts Tod vorgeworfen, der „ungeheuerlich“ und „schamlos“ sei. Die Frankfurter SPD-Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen erklärte via Twitter: „Wäre gut, wenn die Bundeskanzlerin Erika Steinbach mal die 'schwarze Karte' zeigen würde!“ Auch von den hessischen Grünen kam scharfe Kritik. (dpa)

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Quelle: op-online.de

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