Für Frankfurt-Rhein-Main

IHK erwartet mehr Wachstum und mehr Jobs

Frankfurt -  Immer mehr Menschen haben einen Job und die Unternehmen blicken positiv in die Zukunft: Die Wirtschaft in der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main bleibt auf Wachstumskurs. Von Marc Kuhn 

„91 Prozent der Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend“, erklärte Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt, bei der Präsentation der regionalen Beschäftigungs- und Konjunkturprognose für 2016. Für die Untersuchung wurden knapp 9 000 Unternehmen der Region vom IHK-Forum Rhein-Main, einer Gemeinschaftsinitiative der Kammern im Rhein-Main-Gebiet, befragt. „In blendender Verfassung zeigt sich auch der regionale Arbeitsmarkt: Die Beschäftigungszahlen in der Metropolregion haben im vergangenen Jahr so stark zugelegt wie zuletzt vor sieben Jahren“, berichtete Müller. „Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist weiter ungebrochen und deutet darauf hin, dass der Arbeitsmarkt weiter boomt. Für 2015 rechnen wir mit 28 000 weiteren sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region, für 2016 mit weiteren 32 000 zusätzlichen Arbeitsplätzen. “

Mit Blick auf die Integration von Flüchtlingen sagte Müller: „Vor dem Hintergrund der anhaltenden Zuwanderung muss es jetzt darum gehen, die Flüchtlinge mit Bleibeperspektive schnell in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Voraussetzung hierfür sind frühe Qualifikationsfeststellungen und ein Ausbau der berufsbezogenen Deutschkurse für Migranten.“ Zudem seien klare Arbeitsmarktregelungen notwendig. „Beispielsweise ist nach der Asylgesetzgebung Zeitarbeit für Flüchtlinge erst nach dem 15. Monat möglich - im Gegensatz zu anderen Beschäftigungen, wo die Arbeitsaufnahme inzwischen nach drei Monaten erlaubt ist.“

Gunther Quidde, Geschäftsführer des IHK-Forums Rhein-Main und Hauptgeschäftsführer der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, erklärte zur aktuelle Entwicklung: „Die hohe Konsumbereitschaft, niedrige Zinsen, niedrige Rohstoffpreise und ein verhältnismäßig schwacher Euro tragen dazu bei, dass die Wirtschaft auch in den schwierigen Zeiten Kurs hält. Getragen vom stabilen Binnenkonsum sind die Unternehmen auch für das kommende Jahr überwiegend optimistisch gestimmt.“ Dies spiegele sich in steigenden Investitionsplänen wider. Deshalb rechne das IHK-Forum mit einem Wachstum in der Metropolregion von 2,0 Prozent in diesem Jahr und 2,1 Prozent 2016.

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Quidde erklärte weiter: „Die Dienstleister in Frankfurt-Rhein-Main bleiben der Beschäftigungsmotor.“ 22 Prozent der Firmen wollten Stellen schaffen, lediglich zehn Prozent planten, ihren Beschäftigtenstand zu verringern. Ähnlich positiv seien die Aussichten für das Baugewerbe. Neben dem niedrigen Zinsniveau schaffe der Zuzug in die Region ideale Rahmenbedingungen vor allem für im Wohnungsbau tätige Unternehmen der Region. „Die Industrieunternehmen schätzen ihre derzeitige Lage als gut ein, allerdings trübt sich die Stimmung auch wegen der nachlassenden Dynamik in einigen Schwellenländern leicht ein“, berichtete Quidde. „Nach wie vor planen jedoch mehr Industrieunternehmen, neue Beschäftigte einzustellen als ihren Beschäftigtenstand zu verringern.“

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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