Dreister Schwindel

Falscher Bischof muss nach Bibel-Klau Geldstrafe zahlen

Frankfurt - Ein 67 Jahre alter Obdachloser hat sich als Bischof ausgegeben und in Frankfurt eine Altarbibel aus einer Kirche sowie mehrere Reliquien aus einer Kapelle gestohlen.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte sich der 67-Jährige Mitarbeitern des Evangelischen Regionalverbandes als "Bischof aus Brasilien" vorgestellt, der die Heiliggeistkirche in Frankfurt besichtigen wolle. Als er kurz unbeobachtet war, entwendete er die 300 Euro teure auf dem Altar liegende Bibel und verschwand. Kurze Zeit später stahl er aus einer Frankfurter Klinikkapelle Reliquien und ein Gewand im Wert von 2000 Euro. Eine Woche später fiel er in einem Café anderen Gästen auf, die die Polizei verständigten. Das in einem Plastikbeutel verstaute Diebesgut kam zu den rechtmäßigen Besitzern zurück. In den vergangenen Jahren war der Hochstapler bereits drei Mal wegen Titelmissbrauchs und Diebstahls verurteilt worden. Keinen Erfolg mit seiner Masche hatte er bei einem Besuch im Bischöflichen Ordinariat in Limburg. Dort kannte eine Mitarbeiterin den wahren Kardinal von Sao Paulo persönlich, daraufhin suchte der 67-Jährige das Weite.

Der falsche Priester muss nun eine Geldstrafe von insgesamt 3000 Euro (150 Tagessätze) zahlen, wie das Amtsgericht Frankfurt am Freitag entschied. Der Angeklagte war zum Auftakt des Prozesses gegen ihn nicht erschienen, daraufhin erließ das Gericht einen entsprechenden Strafbefehl.  (dpa)

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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