Vier Männer in Untersuchungshaft

Flughafen-Arbeiter schmuggeln mehr als zwölf Kilogramm Kokain

Frankfurt - Drei Männer sollen ihren Job bei einer Service-Firma auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens für Drogenhandel missbraucht haben. Kiloweise Kokain haben sie wohl an den Kontrollen vorbei geschmuggelt und Dealern übergeben. Vier Verdächtige sitzen in U-Haft.

Mindestens zwölf Kilogramm Kokain aus der Karibik sollen drei Beschäftigte am Frankfurter Flughafen an den Kontrollen vorbei geschleust haben. Das Rauschgift mit einem Straßenverkaufswert von rund 480.000 Euro war in Koffern versteckt, die als Crew-Gepäck getarnt wurden, wie das Zollfahndungsamt Frankfurt heute mitteilte. Die drei Arbeitnehmer (38, 42 und 50 Jahre alt) eines auf dem Vorfeld des Flughafens tätigen Service-Unternehmens und ihr mutmaßlicher niederländischer Auftraggeber (41) wurden bereits am Donnerstag vergangener Woche festgenommen. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Den drei Mitarbeitern aus dem Passagierbereich wird vorgeworfen, mit Hinterleuten in Süd- und Mittelamerika sowie in den Niederlanden und Belgien Kokain gehandelt zu haben. Um die Drogen unerkannt aus dem Flughafen schmuggeln zu können, hätten sie ihre Ortskenntnisse und ihre Tätigkeit am Flughafen ausgenutzt.

Flughafen Frankfurt: Die kuriosen Funde des Zolls

Zwei Koffer mit je etwa sechs Kilogramm Kokain seien in diesem Jahr sichergestellt worden, einer davon bereits Ende Februar, der andere am Donnerstag vergangener Woche. Den bisherigen Ermittlungen zufolge soll es aber noch mehr solcher Gepäckstücke gegeben haben. Einer der beiden sichergestellten Koffer kam aus Jamaika, der andere aus der Dominikanischen Republik. Bei Wohnungsdurchsuchungen in Dreieich, Wiesbaden, Rödermark und Rüsselsheim sowie einem Hotelzimmer in Kelsterbach entdeckten die Fahnder 8000 Euro. Außerdem beschlagnahmten sie Goldschmuck und ein hochwertiges Auto.

(dpa)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion