Tödlicher Autounfall

Hauptangeklagter in Flughafenprozess gestorben

Frankfurt - Der Hauptangeklagte im Prozess um Millionen-Schmiergelder beim Ausbau des Frankfurter Flughafens, Ex-Fraport-Manager Volker A., ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung bestätigten heute Justizsprecher in Frankfurt.

Der für morgen angesetzte Verhandlungstermin werde daher aufgehoben, sagte der Sprecher des Landgerichts, Werner Gröschel. Wie das Verfahren weitergehe, müsse noch geklärt werden. Der Angeklagte war am Freitagabend bei einem Auffahrunfall auf der Autobahn 7 bei Hann. Münden (Kreis Göttingen) ums Leben gekommen. Der 52-Jährige saß auf dem Beifahrersitz und starb nach Polizeiangaben noch an der Unfallstelle. Der 51 Jahre alte Fahrer des Wagens aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg und eine andere Fahrerin wurden schwer verletzt.

Zur Identität des Toten machte die Polizei in Göttingen zunächst allerdings keine Angaben. Der frühere Beschäftigte des Flughafenbetreibers stand seit Februar vor Gericht. Die Anklage wirft ihm vor, bei der Vergabe von Grundstücken in der „Cargo City Süd“ mit Hilfe eines Maklers Schmiergeld in Höhe von mehreren Millionen Euro gefordert und von den Investoren auch bekommen zu haben. Insgesamt sollen in dem Fall für die bevorzugte Vergabe von Erbbaugrundstücken rund sechs Millionen Euro Schmiergeld geflossen sein.

Ardi Goldman vor dem Landgericht in Frankfurt

Angeklagt sind zudem vier andere Geschäftsleute, darunter die Immobilienentwickler Ardi Goldman und Jürgen Harder. Goldman bestritt vor Gericht, bei dem Bauprojekt Schmiergeld eingesetzt zu haben, Harder sprach von einem „großen Fehler“ sich auf die Grundstückgeschäfte eingelassen zu haben. (dpa)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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