Deutschpop-Band charmant

Reizvolle Revolverhelden in der Festhalle

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Diesmal nüchtern: Revolverheld in Frankfurt

So nah, wie bei der Show der Hanseaten im Mai in der Batschkapp, kommen ihnen am Mittwochabend die wenigsten Fans in der Frankfurter Festhalle. Aber immerhin hat Revolverheld-Sänger Johannes Strate diesmal nicht „mittelprächtig einen im Tee“, wie während des Club-Konzerts. Hat er damals sogar zugegeben. In der Festhalle nun: nüchtern.

Frankfurt – Das tut dem Sound seiner Band schon am Anfang gut, bei „So wie jetzt“ und „Das kann uns keiner nehmen“, beides kraftvoll und präzise. Lediglich die Bässe dröhnen zu laut. Auch laufen Bilder auf den beiden Groß-Leinwänden selten synchron zum Ton. Den Fans macht das wohl nichts. Ihre Blicke folgen meist Johannes Strate.

Er plaudert gern. So erzählt er über den Song „Freunde bleiben“, dass sie ihn „zum ersten Mal vor 16 bis 17 Jahren im Proberaum gestümpert“ haben. Von Stümperei kann bei Revolverheld nicht mehr die Rede sein. Dafür spielen diese vier Musiker mit ihren Gastmusikern und ihren Background-Sängerinnen zu gut und harmonisch. Songs wie „Spinner“, „Sommer in Schweden“ und „Halt dich an mir fest“ präsentieren sie in reizvollen Unplugged-Versionen. Wobei sie etwa vierzig Fans auf Sitzkissen auf der Bühne Platz nehmen lassen. Charmant. Bei „Immer noch fühlen“ ist’s mit der Beschaulichkeit vorbei. Revolverheld rocken und ihr Publikum tanzt. Als die Band den Song „Denkmal“ der Band Wir sind Helden spielt, singen alle in mit. Nostalgie pur. Diese Liebe zum vergangenen Moment passt bestens zum Konzert. Schließlich sind die Texte von Strate geprägt von Erinnerungen an schöne Zeiten, von Nostalgie.

Und sicher werden sich auch in ein paar Wochen viele Fans daran erinnern, wie sie gegen Ende des zweistündigen Konzerts „Ich lass für dich das Licht an“ genießen durften. Und wie große bunte Luftballons und Seifenblasen durch die Festhalle geschwebt sind – und weißes Konfetti von oben auf sie herabraschelte.

Von Thomas Ungeheuer

Quelle: op-online.de

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