Bauern warten auf Landregen

Hessen trocknet aus

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Spargel soll nach Ostern günstiger werden. Die Mengen sind aufgrund kalter Nächte noch gering.

Frankfurt - Felder und Wiesen sind sattgrün, der Raps steht in voller Blüte. „Es sieht alles üppig aus, aber das täuscht“, sagte Peter Voss-Fels, Generalsekretär des hessischen Bauernverbandes. „Wir brauchen dringend Wasser.“ Ergiebiger Landregen wäre den Landwirten am liebsten. „Ein Schauer nützt gar nichts.“

Mit vielen Sonnenstunden hatte der milde März die Pflanzen ungewöhnlich früh aus der Winterruhe geweckt. Der Raps blüht nach Beobachtungen des Bauernverbandes vier Wochen früher als im vergangenen Jahr, als der Winter besonders lang war. Die Frühlingssonne in diesem Jahr habe auch dazu geführt, dass viel Wasser verdunstet sei, so Voss-Fels.

Junge Keimlinge können wegen des derzeitigen Wassermangels kaum wachsen.

Die Pflanzen hätten bisher von den Wasserreserven im Boden gezehrt. Die gingen aber nun allmählich zur Neige, und Nachschub sei nötig. Besonders wichtig sei Regen für die frischen Frühjahrssaaten. Die jungen Keimlinge kämen mit ihren kurzen Wurzeln nicht an tiefer gelegene noch feuchte Bodenschichten heran. Oben ist der Boden überall in Hessen knochentrocken. Schon der März war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ungewöhnlich regenarm – im ganzen Monat fielen im Schnitt nur 13 Liter pro Quadratmeter in Hessen, das ist nur ein Viertel des normalen März-Niederschlags. Und in der ersten April-Woche sei überhaupt noch kein nennenswerter Niederschlag gefallen.

Derweil steht zu Ostern der erste heimische Spargel zum Verzehr bereit. Große Mengen sind trotz guten Starts aufgrund der zuletzt kalten Nächte aber noch nicht zu erwarten, weshalb die Preise noch relativ hoch sind. Für ein Kilo bester Qualität muss mit bis zu zehn Euro gerechnet werden. Erst nach Ostern dürften die Preise purzeln. J dpa

Quelle: op-online.de

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