Täter nimmt Rache für Inhaftierung

Mann muss neun Jahre in Haft für Mordversuch an Ehefrau

Frankfurt - Weil er seine Ehefrau mit einem Schal gewürgt und mit einem Türstopper auf den Kopf geschlagen hat, ist ein 42 Jahre alter Mann vom Landgericht Frankfurt heute zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Die Frau hatte zuvor für eine kurzzeitige Inhaftierung des Mannes gesorgt.

Die Richter gingen von einem „heimtückischen Angriff“ aus und verurteilten den Angeklagten deshalb wegen versuchten Mordes. Hintergrund der Tat im vergangenen September war die Tatsache, dass die damals 39-Jährige nach jahrelanger Gewalt mit einer Anzeige bei der Polizei für eine kurzzeitige Inhaftierung des Mannes gesorgt hatte. Nach seiner Entlassung sann der Mann nach Rache. Er lauerte der arglosen Frau in der Wohnung auf und drosselte sie bis zur Bewusstlosigkeit. Vor Gericht legte er ein Geständnis ab, bestritt jedoch die Tötungsabsicht. Verwandte und Bekannte schilderten als Zeugen jedoch ein mitgehörtes Telefonat, in dem der Mann seiner Frau schon Wochen vorher die Tötung in Aussicht gestellt hatte. „Daran gibt es keinen Zweifel“, sagte die Vorsitzende Richterin. Die Schwurgerichtskammer blieb im Strafmaß geringfügig hinter der Staatsanwaltschaft mit einem Strafantrag von neuneinhalb Jahren zurück.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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