Bewaffnete Kräfte durchsuchen Zimmer

Polizei räumt besetztes Haus in Nähe der Messe

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Die Räumung verlief friedlich.

Frankfurt - Die Polizei hat das besetzte Haus in der Nähe der Frankfurter Messe geräumt. Rund 20 Aktivisten hielten sich darin auf.

Die Polizei hat heute ein besetztes Haus in Frankfurt geräumt. Linke Aktivsten hatten das zum Abriss freigegebene Hinterhof-Areal zwischen Hauptbahnhof und Messe über Ostern besetzt. Ein zweites Gebäude im Gallusviertel hatten die Besetzer bereits am Montag freiwillig wieder verlassen.

Beide Besetzungen hatten zum Ziel, das „Institut für vergleichende Irrelevanz“ (IvI) wieder auferstehen zu lassen - eine Mischung aus Wohngemeinschaft, Party-Location, Veranstaltungsort und linker Gegen-Universität. Das zehn Jahre lang besetzte Gebäude im Frankfurter Westend war im April 2013 geräumt worden. Seither gab es diverse kurzzeitige Besetzungen, die von der Polizei aber meist schon nach wenigen Stunden gewaltfrei beendet wurden.

Räumung verläuft friedlich

Bei der Doppel-Besetzung am Ostersonntag wurde im Gallus ein „Büro für unlösbare Aufgaben“ ins Leben gerufen und an der Messe ein neues IvI geplant. Der Besitzer der Immobilie, die Firma ca immo, stellte Strafantrag. Heute rückten Einsatzwagen an, Absperrgitter wurden aufgebaut, bewaffnete Kräfte durchkämmten die Räume. Die meisten der rund 20 Anwesenden hielten sich zu dem Zeitpunkt im Hof auf. Wer seine Personalien nannte, durfte gehen.

Die Besetzer wollten mit der Aktion nach eigenen Angaben auch gegen steigende Mieten, Leerstand und den Mangel alternativer Räume in der Bankenstadt protestieren. Es gehe ihnen lediglich um eine „sinnvolle Zwischennutzung“ bis zum Abriss, sagte ein Sprecher der Besetzer. Dies sei schon aus Sicherheitsgründen nicht möglich, widersprach der Sprecher der Immobilienfirma. Zudem stehe der Abriss unmittelbar bevor. Was dort gebaut werde, stehe noch nicht fest.

Bilder von der Räumung 2013

„Institut für vergleichende Irrelevanz“ in Frankfurt geräumt

dpa

Quelle: op-online.de

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