„Einhausung“ der A661

Frankfurt muss alles zahlen

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Frankfurt - Es ist ein ehrgeiziges Projekt - aber die Stadt Frankfurt wird es wohl vollkommen selbst zahlen müssen. Die Rede ist von der seit einigen Jahren diskutierten „Einhausung“ der A661 zwischen Bornheim und Seckbach im Osten der Mainstadt.

Der Gag: Auf der Dachplatte über der Autobahn soll ein neuer Stadtteil für bis zu 9000 Menschen entstehen. Wie jetzt das Planungsdezernat meldet, ist allerdings nicht mit Zuschüssen von seiten der Bundes- oder der Landesregierung für das Projekt zu rechnen. Hessen will zwar den geplanten Ausbau der A661 für den Bundesverkehrswegeplan anmelden, nicht jedoch das Städtebau-Projekt. Auch Berlin verweist das Vorhaben in die alleinige - auch finanzielle - Zuständigkeit der Stadt.

Dessen ungeachtet will man im Römer eine Kostenschätzung für das Großprojekt mit dem „Ernst-May-Viertel“ auf dem Dach vorlegen. Einen Teil der Kosten von 100 bis 200 Millionen Euro hofft man durch den Verkauf der neu entstehenden Baugrundstücke herein zu bekommen. Auch eine weitere Verdichtung der Baumassen und damit eine Einnahmesteigerung ist denkbar. Außerdem werden verschiedene Konzepte für die Einhausung der Autobahn durchgerechnet. Eine Entscheidung der Stadtverordneten könnte 2015 fallen. Bei Schwarz-Grün vertritt man die Meinung, bisher seien zu wenig Fakten bekannt. Auch die SPD ist nicht grundsätzlich gegen die Pläne.

Wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben

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mic

Quelle: op-online.de

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