In Frankfurt

Neuer Weihnachtsbaum 110 Jahre alt und 30 Meter hoch

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Frankfurt - Der Weihnachtsbaum für den diesjährigen Frankfurter Weihnachtsmarkt wird jetzt schon aufgestellt. Die ausgesuchte Fichte wird 110 Jahre alt und 30 Meter hoch sein - und ganz sicher wie alle Jahre wieder die Gemüter spalten.

Sie soll schön und ungefähr 30 Meter groß sein: die Fichte für den Frankfurter Weihnachtsmarkt. Allerdings lässt sich über Aussehen ja bekanntlich trefflich streiten - und das gilt jedes Jahr auch für den Baum auf dem Römerberg, einem der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland. "Die Besucher schätzen das Aussehen jedes Jahr sehr ernsthaft ab", sagt Kurt Stroscher vom der Tourismus und Congress GmbH der Stadt. Das sind rund drei Millionen. Und Stroscher ist der Mann, der den Baum federführend aussucht.

Dieses Jahr stammt der Nadelbaum aus dem Gröbminger Land in der Steiermark. Die Region hat auch den Transport über die rund 630 Kilometer lange Strecke per Tieflader von Österreich nach Frankfurt bezahlt. "Das ist eine schöne Kooperation, bei der jeder Gewinn macht", sagte Stroscher. Die Spender erhoffen sich in der Regel Werbung für ihr Urlaubsgebiet, und die Stadt spart Geld für die Anschaffung eines Weihnachtsbaums. Im Beisein von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) wird die 110 Jahre alte Fichte am Mittwoch (11 Uhr) auf dem Römerberg aufgestellt - drei Wochen vor der Eröffnung des Weihnachtsmarktes am 26. November.

"Sie braucht erstmal ein paar Tage, um sich nach dem Transport auszuhängen." Der Weihnachtsbaum - fast immer eine Fichte - muss mehreren Kriterien genügen: Er muss ein Solitär, etwa 30 Meter hoch und mit technischem Schneidegerät erreichbar sein. Um diese Höhe zu erreichen, ist auch ein gewisses Alter notwendig: In der Regel um die 100 Jahre, wie Stroscher sagt. "Und da ist es wie beim Menschen: Mit dem Alter wird man nicht zwingend schöner." Stroscher ist dennoch überzeugt, dass das Exemplar aus der Urlaubsregion Schladming/Dachstein ausgesprochen gut geraten ist. Baumkosmetik werde nur notwendig, wenn die Fichte beim Transport gelitten haben sollte. Allerdings räumt Stroscher ein, dass der Baum seine zweite Wahl ist. "Wir hatten erst einen bilderbuchschönen ausgesucht." Aber da gab es zwei Probleme: der Standort, "man kam nicht richtig ran." Und zu üppig: Die Äste konnten nicht so stark beschnitten werden, wie notwendig, um das Prachtstück auf die Straße zu bringen.

Alle Jahre wieder: Mit roten Schleifen und rund 6000 Leuchten wird der Nadelbaum geschmückt. Erstmals werde der Weihnachtsbaum aber in einem neuen "atmosphärischen LED-Licht" und nicht mehr so grell erstrahlen.

dpa

Quelle: op-online.de

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