Anklage wegen Verrat dienstlicher Geheimnisse

Im Knast: Beamtin hatte Verhältnis mit Insassin

Frankfurt - Der Verrat dienstlicher Geheimnisse wird seit heute einer Vollzugsbeamtin im Frankfurter Frauengefängnis vor dem Amtsgericht Frankfurt zur Last gelegt.

Die vorläufig vom Dienst enthobene Amtsinspektorin soll zunächst ein intimes Verhältnis mit einer Strafgefangenen begonnen und dieser danach ein Mobiltelefon auf die Zelle gebracht haben. Dabei wies die 52 Jahre alte Frau laut Anklage darauf hin, dass in der Haftanstalt nur selten kontrolliert werde und sie deshalb ungestört telefonieren könne. Die Staatsanwaltschaft wertete diesen Vorgang in der Anklage als „erhebliche Gefährdung der Sicherheitslage in der Haftanstalt“. Vor Gericht bestritt die Angeklagte die Vorwürfe entschieden. Sie seien von einer anderen Langzeitinhaftierten als „Retourkutsche“ für seit Jahren schwelende Auseinandersetzungen zwischen den Frauen in die Welt gesetzt worden.

Die mittlerweile mit der Bediensteten verheiratete ehemalige Gefangene behauptete vor Gericht, das Mobiltelefon von einer Mitgefangenen zusammen mit Rauschgift gebracht bekommen zu haben. Das Gericht setzte einen weiteren Verhandlungstermin Anfang Februar fest, zu dem diese Gefangene sowie die Anstaltsleiterin in den Zeugenstand geladen werden sollen.

dpa

Quelle: op-online.de

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