„Beirat zum Masterplan Industrie“

Ringen um Industriejobs in Region

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Frankfurt - Die IG Metall kämpft um die Industriearbeitsplätze in der Region.

Im „Beirat zum Masterplan Industrie“ würden sich Gewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsam um deren Erhalt bemühen, sagte der erste Bevollmächtigte der Verwaltungsstelle Frankfurt der IG Metall, Michael Erhardt, gestern. „Wenn alle Akteure zusammenhalten, dann kann man Industriearbeitsplätze auf Dauer verteidigen und neue ansiedeln“, erklärte Erhardt in Frankfurt. „Das ist in Rhein-Main so trotz Manroland“, erklärte Erhardt in Anspielung auf die Insolvenz und den Arbeitsplatzabbau bei dem Druckmaschinenhersteller in Offenbach. In den nächsten eineinhalb Jahren soll der Masterplan entstehen. In dem Beirat habe die IG Metall beispielsweise das „Flächenthema“ zur Sprache gebracht, berichtete Erhardt. „Es kann nicht sein, dass die Immobilien-Wirtschaft immer Vorrang hat. “ Zudem gehe es darum, dass mehr Hauptschüler „qualifizierte Ausbildungsstellen“ bekommen.

Um den Abbau der Industriearbeitsplätze zu belegen, verwies Erhardt auf die Mitgliedszahlen der IG Metall in der Verwaltungsstelle Frankfurt. In den 70er Jahren seien es noch etwa 42.000 gewesen. Seitdem seien „riesige Betriebe verlorengegangen“. Mittlerweile habe die Frankfurter Verwaltungsstelle, zu der auch Langen, Neu-Isenburg und Dreieich gehören, 15.800 Mitglieder, sagte ihr zweiter Bevollmächtigter Martin Weiss. Babenhausen gehört zur Verwaltungsstelle Darmstadt, Offenbach und Hanau sind selbstständig, wie Erhardt erklärte.

ku

Quelle: op-online.de

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