Wegen Verspätungen der S1

Rufknopf für Hilfsbedürftige wird abgeschaltet

Offenbach - Der RMV zieht die Notbremse: Der eigentlich für Hilfsbedürftige gedachte blaue Rufknopf in den neuen S-Bahnen-Zügen auf der Linie 1 wird teilweise abgeschaltet.

Dies berichtete der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) gestern, der damit Konsequenzen aus den massiven Verspätungen der vergangenen Wochen zog. Nach Angaben von Sprecherin Petra Eckweiler sollen die innen in der Nähe der Waggontüren angebrachten Tasten deaktiviert werden. In Betrieb bleiben die außen angebrachten Rufknöpfe und die Tasten in den Mehrzwecksbereichen der Züge.

Lesen Sie dazu auch:

„Verzögerungen im Betriebsablauf“

Nach Knopfdruck bitte warten

Mehr Komfort im Nahverkehr

Wie mehrfach berichtet, tauchte das Knopfproblem Ende August mit der Inbetriebnahme der neuen S-Bahn-Triebzüge der Baureihe ET 430 auf, die auf der Linie S1 zwischen Rödermark und Wiesbaden pendeln. Ein blauer Rufknopf, mit dem Behinderte eigentlich den Fahrer um eine Einstiegshilfen bitten können, wurde auch im großen Stil von Unbefugten gedrückt. Oftmals steckte dahinter keine Verwechslung, sondern schlicht grober Unfug. Die Folge: massive Verspätungen im S-Bahn-Verkehr. Selbst als der RMV in allen Zügen unter den Knöpfen einen zusätzlichen schwarzgelben Aufkleber anbringen ließ mit der Aufschrift: „Bitte Knopf nur drücken, wenn Mobilität eingeschränkt“, verbesserte sich die Situation nur wenig. „Die Pünktlichkeit war besser, aber nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten“, erklärte Eckweiler. In der Folge werden die blauen Knöpfe nun zum Teil deaktiviert.

Wie die RMV-Sprecherin erklärte, werden die ET 430-Züge ab nächsten Montag nach und nach zur Umrüstung in die Werkstätten des Herstellers Bombardier gefahren. Drei Wochen kann es dauern, bis alle Waggons umgerüstet sind.

Neue S-Bahn in Frankfurt vorgestellt

Neue S-Bahn in Frankfurt vorgestellt

ron/ad

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare