Roßmarkt, Goethe- und Rathenauplatz sollen schöner werden

Im Stadtgarten Frankfurt genießen

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Der Goetheplatz (Bild) und seine Nachbarn – der Rathenauplatz und der Roßmarkt – sollen neue Gesichter erhalten.

Frankfurt - Mehr Grün für Frankfurts Innenstadt. Unter diesem Motto steht ein neues Konzept für die drei Plätze westlich der Hauptwache, die dort eine zusammenhängende Fläche bilden: Rathenauplatz, Goetheplatz und Roßmarkt. Von Christoph Zöllner 

Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) stellte gestern den Beschluss des Magistrats vor, dem die Stadtverordneten aber noch zustimmen müssen. Bereits seit der Neugestaltung im Jahr 2009 diskutieren die Frankfurter kontrovers über das Erscheinungsbild. „Vorrangig wurde untersucht, ob durch Beete oder Baumpflanzungen mehr Grün geschaffen werden kann“, so Cunitz. Der Rathenauplatz soll gar zum Stadtgarten avancieren. Geplant sind Staudenbeete entlang der Börsenstraße und an seinem südlichen und nördlichen Abschluss. An den Einfassungen der Pflanzbeete sollen Sitzmöglichkeiten zum Verweilen einladen.

Beim Pflanzen zusätzlicher Bäume gibt es allerdings Probleme. Denn dafür bietet der Boden wegen Leitungstrassen, Lüftungsschächten und Notausstiegen kaum noch Platz. Eine Ausnahme bildet der Rand des Roßmarktes. Dort ist auch ein zusätzliches Hochbeet mit verschiedenen Gehölzen vorgesehen. Mehr ist aber nicht drin, soll doch die Nutzung des Platzes für Veranstaltungen nicht verlorengehen.

Urbane Atmosphäre genießen

Die wassergebundene Decke auf dem Goetheplatz soll ausgetauscht und mit einem Stabilisator versehen werden, der weniger Staub aufwirbeln soll. Mehr Sitzgelegenheiten für die verschiedenen Altersgruppen sind erwünscht: Bänke mit Holzlatten und Stahlgestell, mit und ohne Lehne, aber auch Liegebänke und kleine Hocker. „Die Leute sollen dort die urbane Atmosphäre genießen können“, sagte Cunitz. An der Stirnseite des Goethedenkmals ist ein flaches Staudenbeet geplant, das analog zum Sockel des Bauwerks in Naturstein gehalten sein soll.

Cunitz zufolge soll die Umgestaltung insgesamt 705.000 Euro kosten: 200.000 Euro für den Rathenauplatz, 345.000 Euro für den Goetheplatz und 160.000 Euro für den Roßmarkt. Hinzu kommen Planungs- und Nebenkosten.

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Heiß diskutiert wird seit jeher, ob sich die drei Plätze stärker voneinander abgrenzen sollten. Cunitz will dazu im Rahmen des Architektursommers Rhein-Main einen Beitrag liefern: Ein Pavillon soll Goetheplatz und Roßmarkt über mehrere Monate voneinander trennen. „Dadurch lässt sich ein räumlicher Eindruck von einer zu einem späteren Zeitpunkt zu diskutierenden Veränderung gewinnen“, so der Bürgermeister. Wegen der Feiern zum Jubiläum „25 Jahre Deutsche Einheit“ im Oktober kann der Pavillon aber erst danach errichtet werden.

Quelle: op-online.de

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