Stadt will Skandal-Disco behalten

Frankfurt - Die Stadt Frankfurt will die Skandal-Disco „U60311“ am Laufen halten - aber mit neuem Inhaber.

 „Wir wollen dort weiter eine Diskothek haben“, sagte der Leiter des Liegenschaftsamtes, Alfred Gangel. Er habe zwar eine Räumungsklage gegen den Club erhoben, aber mit einem neuen Inhaber könne sich die Situation ändern. Der Tanztempel hatte für Schlagzeilen gesorgt, als ein Gast im April zu Tode geprügelt worden war. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Türsteher.

Bei ihm hätten sich Interessenten gemeldet, sagte Gangel über mögliche Nachfolger des bisherigen Geschäftsführers und Inhabers Alexander Eger. Dieser hatte der „Frankfurter Rundschau“ (Montag) gesagt, dass er in jedem Fall im Oktober als Geschäftsführer aufhören wird. Als Inhaber scheide er aber nur aus, wenn er für den Club genügend Geld bekomme, um eine Privatinsolvenz zu vermeiden. Außerdem solle der Name des Clubs und sein „Stil“ behalten werden. „Das Namensrecht liegt bei ihm“, sagte Gangel. Wenn Enger keinen geeigneten Nachfolger finde, könne in letzter Instanz die Stadt aktiv werden.

„Dann würde ich mich fragen, ob es nicht besser ist, die Stadt springt ein und löst mit irgendeiner Abschlagszahlung das Problem der in den Club getätigten Investitionen.“ Das stünde aber im Moment nicht zur Debatte.

Betreiber des „U60311“ in einer ehemaligen Fußgängerunterführung ist eine GmbH. Seit 1994 mietet diese Gesellschaft das Gelände von der Stadt. Nach der Schlägerei war der Club im April kurzzeitig geschlossen worden, nachdem die Stadt massive Hygienemängel festgestellt hatte.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio.de/Michael Ottersbach

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