Frankfurt

Sperrung der Hauptwache rückt näher

Ab kommenden Donnerstag soll die Hauptwache in Frankfurt für den Auto-Verkehr gesperrt werden. Kritiker des Umgestaltungsprojekts befürchten ein Verkehrschaos in der Innenstadt.

Frankfurt - (mic) Ob das gut geht? Wer derzeit Parkhäuser in Frankfurt ansteuert, bekommt ein Merkblatt besonderer Art durchs Autofenster gereicht. Es informiert über die Parkmöglichkeiten, Anfahrtswege und neuen Streckenführungen, die ab Donnerstag kommender Woche so einige Autofahrer an den Rand des Nervenzusammenbruch treiben werden. Das zumindest glauben Kritiker des wahrscheinlich bedeutendsten Umgestaltungsprojekts, das Frankfurt in den vergangenen Jahren stemmen musste: Die Sperrung der Hauptwache für den Autoverkehr. Wer diesen zentralen Platz der Mainmetropole nicht meidet, findet sich, will er die City wieder verlassen, wieder in einem schier unüberschaubaren Gewirr von Mini-Straßen. Wer zu den im Zentrum gelegenen Großgaragen wie Hauptwache, Goetheplatz oder der neuen Tiefgarage vom Palais-Quartier beziehungsweise von „My Zeil“ gelangen will, sollte sie über den City-Ring ansteuern.

„Cape Fear“ - das Kap der Angst in diesem Thriller ist die Katharinenpforte. Hier befindet sich die letzte Abbiegemöglichkeit, bevor der Kühlergrill auf die Sperrschilder in Höhe Café Hauptwache trifft. Vor allem Sattelschlepper oder Lastwagen könnten hier Probleme beim Abbiegen bekommen. Deshalb lässt die Stadt Frankfurt die Einmündung erweitern. Später soll hier sogar eine Wendemöglichkeit vorgehalten werden für diejenigen, die auf den Roßmarkt zurückwollen. Die Zeche zahlen die Fußgänger, weil der Verkehr hier extrem zunehmen wird. In den ersten Tagen der Hauptwachensperrung wird dort wahrscheinlich die Stadtpolizei aufziehen und den Verkehr regeln. Als Anfahrt zum belebten Parkhaus Hauptwache ist die Katharinenpforte an der Sport-Arena allerdings Geschichte. Das Ordnungsamt hat das Linksabbiegen in die Parkhaus-Einfahrt mittels Pollern erschwert.

Die Flyer empfehlen den Autofahrern, die Hauptwache westlich zu umfahren. Damit lautet die beste Route aus Richtung Sachsenhausen: über die Untermainbrücke, dann geradeaus über den Willy-Brandt-Platz in die Neue Mainzer Straße, weiter dem Straßenzug folgen in die Hochstraße bis zum Eschenheimer Tor. Damit hat man nicht nur die City umfahren, man befindet sich auch auf dem Innenstadtring. Von hier aus kann man leichter die etwas entfernteren, aber auch meist nicht so vollen Parkhäuser ansteuern.

Quelle: op-online.de

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