Stöver verlässt FES vorzeitig

Frankfurt (cnn) - Nach 15 Jahren an der Spitze der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) verlässt Dirk Stöver zum Jahresende das Unternehmen. Wie die FES mitteilte, gehe der 44-jährige auf eigenen Wunsch zum 31. Dezember.

Er freue sich auf neue Herausforderungen, wird Stöver zitiert. Wie allerdings aus dem Römer zu hören war und wie auch „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Frankfurter Rundschau“ übereinstimmend berichten, sei Stöver einer Entscheidung des Aufsichtsrats zuvorgekommen. Dieser wollte Stövers Vertrag in der nächsten Aufsichtsratsitzung am 26. Juni wohl nicht verlängern.

Kritik hatte sich sich an der Amtsführung des Managers entzündet, dessen Auftreten zudem öfter als selbstherrlich bezeichnet worden sein soll. Die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat hatten daher schon im Dezember vergangenen Jahres angekündigt, eine Vertragsverlängerung Stövers abzulehnen.

Der FES-Geschäftsführer war im Frühjahr außerdem ins Gerede gekommen, weil er in einigen Fällen berufliche und private Belange vermischt haben soll. Er hatte beispielsweise eine Kundenveranstaltung auf seiner privaten Jagdpacht im Rheingau ausgerichtet und dafür auch FES-Mitarbeiter eingesetzt. Allerdings hatte eine interne Untersuchung ergeben, dass dieses Verhalten nicht justiziabel sei. Im Römer - besonders beim grünen Koalitionspartner - hielt man Stöver aber nicht mehr für tragbar. Über Stövers Nachfolge soll am 26. Juni entscheiden werden Sie kommt vermutlich aus der FES.

Quelle: op-online.de

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