Strafverfahren nach drei Jahren eingestellt

Arzt beleidigt Sanitäter

Frankfurt - Ein Arzt hatte die Besatzung eines Rettungswagen beleidigt, weil ihr Fahrzeug die Straße blockierte. Da der Mediziner 3500 Euro an eine Kinderhilfseinrichtung zahlt, wurde das Strafverfahren nun nach drei Jahren eingestellt.

Die Sanitäter hatten ein Kleinkind versorgt, das ins Koma gefallen war. Statt zu helfen, beschimpfte der Angeklagte einen Sanitäter als „Idiot" und „Arschloch". Der Mediziner forderte ihn auf, den Rettungswagen beiseite zu fahren. Nun muss er 3500 Euro an eine Kinderhilfseinrichtung zahlen. Im Gegenzug wurde heute das Strafverfahren gegen den Mann vor dem Landgericht Frankfurt mehr als drei Jahre nach dem Vorfall eingestellt.

 In erster Instanz war der Arzt vom Amtsgericht Bad Homburg zu 4950 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte die Tat bestritten, war jedoch von Zeugen zweifelsfrei wiedererkannt worden. In zweiter Instanz akzeptierte er die Geldauflage, was von der Staatsanwaltschaft als Schuldeingeständnis gewertet wurde.

dpa

Quelle: op-online.de

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