Frankfurt testet Tempo 30 nachts

Frankfurt ‐ Nachts Tempo 30 auf mehrspurigen Hauptverkehrsadern - das will Frankfurt im Herbst testen. Ziel sei es, die Lärmbelastung für die Anwohner deutlich zu senken, sagten Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann und Verkehrsdezernent Stefan Majer (beide Grüne) gestern.

Von Anfang September bis Mitte Oktober soll auf vier Straßenzügen von 22 bis 6 Uhr nicht schneller als 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden dürfen. Betroffen sind Eschersheimer Landstraße, Nibelungenallee und Höhenstraße, Lange Straße und Untermainkai/Mainkai. Zunächst soll nicht kontrolliert werden, vom 1. bis 14. Oktober werden dann Radargeräte aufgestellt. Nachts seien fast 69.000 Frankfurter einem Lärmpegel von über 55 Dezibel ausgesetzt, sagte Rottmann. Experten seien sich einig, dass die Störung der Nachtruhe erhebliche Gesundheitsprobleme verursache.

Eine Reduzierung um drei Dezibel, die mit dem Tempolimit erreicht werde, könne die Belastung subjektiv halbieren - das heißt, die Bürger empfinden den Straßenlärm dann nur noch als halb so schlimm. Vor der Einführung will die Stadt den Lärm im Ist-Zustand messen - also bei Tempo 50. Das geschieht vom 11. bis 24. Juni ohne und vom 20. August bis zum 2. September mit Radarkontrollen. Ende des Jahres soll der Modellversuch ausgewertet werden, der die Stadt rund 280.000 Euro kostet.

dpa

Quelle: op-online.de

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