Verwaltungsgericht hat entschieden

Lehrer darf vorerst arbeiten

Frankfurt - Der Lehrer Abraham Teuter (65), der gegen den Willen des Landes Hessen trotz Pensionsalters Lehrer sein möchte, ist zu Schuljahresbeginn an die Frankfurter Ernst-Reuter-Schule zurückgekehrt.

Sein Ziel, seine alte Klasse weiter als Klassenlehrer zu unterrichten, hat Teuter jedoch nicht erreicht. Er wird fortan als Vertretungslehrer eingesetzt.

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Ohne ihn geht es einfach nicht

Teuter hatte geklagt, weil das Land seinen Antrag abgelehnt hatte, ein Jahr länger beschäftigt zu werden. Teuter sieht die Ablehnung als Altersdiskriminierung an und verweist auf europäisches Recht, das diese verbietet. Doch die Schule sah keinen Bedarf für seine Weiterbeschäftigung, das Kultusministerium verwies zudem auf die Einstellung von rund 1 800 neuen, jungen Lehrern.

Vom Verwaltungsgericht Frankfurt bekam der streitbare Pädagoge jedoch im Juli einstweiligen Rechtsschutz. Nach Ansicht des Gerichts muss das Land im Einzelfall begründen, warum eine Weiterbeschäftigung aus Altersgründen nicht infrage komme. Nun liegt der Fall beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel. Bis der entscheidet, darf Teuter weiter unterrichten.

wet

Quelle: op-online.de

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