Bundesgerichtshof ordnet an

„U60311“-Prozess gegen Türsteher wird neu aufgerollt

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Frankfurt - Der Prozess gegen drei ehemalige Türsteher des Techno-Clubs „U60311“ wird neu aufgerollt. Der Bundesgerichtshof hat 33 Verhandlungstage angesetzt.

Fast vier Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines Gastes stehen mehrere Türsteher einer Frankfurter Diskothek erneut wegen der folgenschweren Prügelei vor Gericht. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte die Verurteilungen der drei Männer wegen Totschlags kassiert und einen neuen Prozess gefordert. Von Dienstag an müssen sich die 22, 33 und 38 Jahre alten Männer deshalb ein zweites Mal verantworten. Sie sollen im April 2011 einen 31-jährigen Gast des inzwischen geschlossenen Techno-Clubs „U60311“ durch Schläge und Tritte getötet haben.

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Die Männer waren im September 2012 zu Haftstrafen zwischen fünf und zehneinhalb Jahren verurteilt worden. In der Revisionsinstanz hielt lediglich die Bewährungsstrafe gegen einen 34 Jahre alten vierten Angeklagten. Da der BGH einen vollständig neuen Prozess anordnete, muss die Frankfurter Strafkammer alle Zeugen ein weiteres Mal vernehmen. Der erste Prozess hatte bereits fünf Monate gedauert. Für das zweite Verfahren sind vorerst 33 Verhandlungstage bis Anfang Juli geplant.

Bilder aus der Verhandlung (2012)

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dpa

Quelle: op-online.de

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