Verbogene Gleise wegen hoher Temperaturen

Hitzeschäden repariert: Züge rollen wieder normal

Frankfurt - Nach erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr rund um Frankfurt rollen die Züge seit heute Morgen wieder weitgehend normal. Die Hitzeschäden sind repariert.

"Im Regional- und S-Bahn-Verkehr sind alle Linien pünktlich. Im Fernverkehr kann es noch zu Verspätungen kommen", sagte ein Bahnsprecher heute Morgen. Seit dem frühen Freitagabend war es zu Behinderungen gekommen, viele Zügen waren zu spät oder fielen ganz aus. Der Fernverkehr wurde umgeleitet. In Frankfurt waren am Freitag fast 40 Grad gemessen worden. In der Hitze hatten sich an zwei Stellen in der Nähe des Hauptbahnhofs stählerne Schienen verbogen. Betroffen waren nach Auskunft der Bahn die viergleisige Main-Neckar-Brücke in südlicher Richtung und Gleise für den Fernverkehr an der Galluswarte. "Es gab minimale Gleisverwerfungen", sagte ein Bahnsprecher in Frankfurt. Reparaturen waren wegen der Hitze während des Tages nur nachts möglich. Bei den Arbeiten seien die Gleisstränge durchgeschnitten, kleine Stücke herausgetrennt und die beiden Enden dann wieder verschweißt und eben auf den Untergrund gelegt worden, erläuterte der Sprecher.

Warum die Schäden an den beiden betroffenen Stellen und nicht auch anderswo auftraten, werde untersucht. Für Reisende hatten die Sperrungen gravierende Folgen: Fernzüge fuhren nur den Südbahnhof an. Erschwerend kam hinzu, dass zurzeit der S-Bahntunnel unter der Frankfurter Innenstadt wegen Bauarbeiten voll gesperrt ist. Wer in Frankfurt einsteigen wollte, musste deshalb zunächst mit Straßen- oder U-Bahn zum Südbahnhof fahren. Das bedeutete erheblichen Zeitverlust.

dpa

Quelle: op-online.de

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